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Nordlichter zur Polarnacht

In Grün-, Gelb- und Rottönen flackern und flimmern die Polarlichter am Firmament, breite Streifen wechseln in Zeitlupe ihre Farben, wehen wie Vorhänge im sanften Wind über dem dunklen Horizont, bilden Bögen und Strahlen. Ein Schauspiel, das eine halbe Stunde und länger dauern kann.
Aufzeichnungen im Mittelalter berichten davon, das dieses Farbenspiel bis Nürnberg zu sehen war. Heute noch kann es im Süden Skandinaviens beobachtet werden, besonders häufig allerdings über dem Polarkreis während der langen Polarnächte. In Tromsø wird dieser komplexe Prozeß wissenschaftlich erforscht.

Gasexplosionen auf der Sonne sind die Ursache für die farbigen Lichter am Himmel. Die herausgeschleuderten Partikel schießen als sogenannter "Sonnenwind" mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit von einer Millionen Stundenkilometern durchs All. Nach drei bis fünf Tagen erreichen sie das Magnetfeld der Erde, das wie ein Schutzschild unseren Planeten umgibt. Nur besonders starken Sonnenwinden ist es möglich die Feldlinien aufzubrechen. Dann rasen die elektrisch geladenen Teilchen mit etwa 40.000 Kilometern pro Stunde auf die magnetischen Pole der Erde zu. In 80 bis 400 Kilometern Höhe, in der Ionosphäre, treffen sie dann mit voller Wucht auf Atome und bringen diese so zum Leuchten. Die Grüntöne werden durch Stickstoff verursacht, Sauerstoff leuchtet mehr rot. Wenn solche Energieumwandlungen millionenfach vorkommen, sehen wir diese auf der Erde als Nordlichter. Sie finden übrigens das ganze Jahr über statt, sind aber nur in der dunklen Zeit zu sehen.

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