Fünf außergewöhnliche Museen auf Bygdøy
(Vom Zentrum Aker Brygge bequem mit der Personenfähre zu erreichen)
Volksmuseum
(Norsk Folkemuseum)
Ein Freilichtmuseum, in dem die verschiedenen Häuser und Höfe des
ganzen Landes vertreten sind. Sehr schön nach Regionen, bzw. Tälern
geordnet, so daß man sich gerade vor Antritt einer Rundfahrt einen
Überblick verschaffen kann, bis hinauf nach Lappland. Die Gebäude
sind original möbliert und Studentinnen in der jeweiligen Tracht erklären
auf Wunsch die Innenausstattung. Eine repräsentative Stabkirche darf
natürlich auch nicht fehlen. Zur Hauptsaison werden norwegische Volkstänze
vorgeführt. In der alten Wartehalle aus der Zeit der Dampfschiffe
wurde ein Café eingerichtet. Ein großes separates Gebäude zeigt typische
Gebrauchsgegenstände und Kunsthandwerk.
Wikingerschiffe
(Vikiniskiphuset)
Mit 20 Metern Länge passen die rekonstruierten Wikingerboote kaum
ins Weitwinkelobjektiv. Sie gehören mit den Grabbeigaben zu den reichsten
Funden der Epoche. Das Prachtstück "Oseberg" ist mit seinem
dekorativ geschnitzten Steven fast vollständig erhalten. Dieses Schiff
war der Sage nach speziell als Grabbeigabe für die Königin Aasa um
1000 gebaut worden. Sie hatte wie ein Mann regiert und wurde entsprechend
bestattet. 1904 wurde der "Schatz" entdeckt. Danach begann
ein langes Puzzle, allein der kunstvoll geschnitzte Holzschlitten,
eine der vielen Grabbeigaben, war in 1000 Teile zerfallen.

Das prachtvollste
der Wikingerboote im Museum
Kon-Tiki-Museum
Hier
sind die außergewöhnlichen Expeditionsfahrzeuge des Ethnologen Thor
Heyerdahl zu sehen. Mit dem Balsafloß "Kon Tiki" überquerte
er in 101 Tagen den Pazifik, von Peru nach Ostpolynesien. Damit wollte
er den Beweis liefern, daß die hoch entwickelten Volksstämme Südamerikas
Polynesien besiedelt hatten. Auch das Schilfboot RA II ist in voller
Takelage zu sehen. Mit dieser Expedition wollte er seine Theorie untermauern,
daß die Bewohner Afrikas bis Südamerika segeln konnten und somit den
Kontinent besiedelt haben.
Fram,
Polarschiff-Museum
Unter der Spitzdachhalle
kann man das Expeditionsschiff Fram (dt. vorwärts) in voller Größe
besichtigen. Mit ihm nahm Fridtjof Nansen 1893 Kurs auf den Nordpol
und ließ sich im Packeis einfrieren. Auch bei der Erforschung Grönlands
war es im Einsatz. Am 10.8.1910 fuhr Roald Amundsen und seine Mannschaft
damit zur Antarktis, um als erster Mensch den Süpol zu erreichen.
Seefahrtsmuseum
Hier wird sehr
anschaulich die Entwicklung der Seefahrt präsentiert. Es gibt sowohl
typisch norwegische Boote im Original zu sehen, als auch viel Schiffsmodelle.