DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Mosjøen

Die Industriestadt (13.000 Einwohner) am Vefsn Fjord nimmt das ganze, von Waldhängen flankierte Tal ein. Die Flußmündung trennt das Stadtzentrum von dem Aluminiumwerk am Fjord. Über Jahrhunderte war Mosjøen ein wichtiger Ausgangspunkt für Fischer, die im Winter zum Dorschfang vor die Lofoten fuhren. An diese Zeit erinnern die knapp 150 Jahre alten Seehäuser auf Stelzen am Fjord. Die bunte Häuserzeile bildet die längste noch erhaltene Holzbebauung Nordnorwegens und steht unter Denkmalschutz. Eine Ausstellung in der Skogbrygga informiert über den traditionellen Lofotenfischfang. Weitere typische Holzhäuser aus der Region sind in dem kleinen Freilichtmuseum zu sehen.

Im Zweiten Weltkrieg war Mosjøen wegen der Eisenbahn von strategischer Bedeutung, weshalb große deutsche Verbände hier stationiert wurden. Der gesamte Bereich nördlich der Tordenskjoldgate war damals militärisches Sperrgebiet. Die Straße über das nördlich angrenzende Korgenfjell Richtung Narvik wurde im Zweiten Weltkrieg von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen der deutschen Wehrmacht erbaut. Ein Denkmal auf dem 500 Meter hohen Bergrücken erinnert an die 500 Jugoslawen, die bei den Arbeiten ums Leben kamen.

Wer nach Bodø, der nächstgrößeren Hafenstadt über dem Polarkreis fahren möchte, dem bietet sich alternativ zur E6 die Küstenstraße an. Diese kurvige Nationalstraße erfordert nicht zuletzt wegen der Fährpassagen mehr Zeit, führt dafür aber am kalbenden Gletscher Svartisen vorbei.

Reiseveranstalter Norwegen




 

Twitter
RSS