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Lofoten - Fisch ohne Ende

Schon eine Stunde vor der Ankunft auf den Lofoten wird die Silhouette der Lofotenwand , die sich als steile Zacken einzelner Inseln entpuppt, immer deutlicher. Die Fährpassage von Bodø nach Moskenes gehört zu den schönsten in Norwegen. Papageientaucher erscheinen jetzt zahlreich vor dem Schiffsbug. In ihrem bunten Schnabel halten die kleinen Gesellen Sandaale, mit denen sie zur Vogelinsel Røst fliegen, um den Nachwuchs zu füttern. Das Geschrei der Möwen ist auf einer Reise durch Norwegen nicht wegzudenken.

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Die einstige Trankocherei im südlichsten
Lofotenort Å steht unter Denkmalschutz

In dem südlichsten Dorf Å stehen die rot getünchten Bootshäuser in der malerischen Bucht noch so am Meer wie vor einhundert Jahren. Auf den schmalen Fensterbänken brüten Möwen und vor der Haustüre liegen Ruderboote für den Fischfang. Die Trankocherei, das Lager für Stockfisch, die alten Boote – gleich das ganze Ensemble wurde unter Denkmalschutz gestellt. Die Rorbuer, die einstigen Bootshäuser der Lofotenfischer, sind inzwischen auf der ganzen Insel zu Ferienwohnungen umgebaut worden und im Sommer sehr begehrt. Norwegen124.jpg (17281 Byte)Der Fischerort Reine zählt zweifellos zu den fotogensten der ganzen Lofoten. Vor imposanter Bergkulisse reihen sich die malerischen Rorbuer aneinander und im Meer schaukeln die Fischkutter. Reine und die kleine Nachbarinsel Sakrisøy, auf der gerade drei Familien leben, eignet sich sehr gut als Stützpunkt, um seinen Urlaub zu verbringen. Auf Sakrisøy sind die Rorbuer gelb getüncht und zu gemütlichen Ferienwohnungen ausgebaut. Das dortige Puppenmuseum von Dagmar Gylseth ist einzigartig in Norwegen.
Auf den großen Holzgestellen, die so charakteristisch für die Lofoten sind, hängen manchmal noch bis in den Juni hinein stattliche Kabeljau knochentrocken im Wind. Die meisten stapeln sich allerdings bereits in den Lagerhäusern und werden für den Export gebündelt. Im Weiler Sund formt ein Schmied aus glühendem Eisen kunstvolle Krähenschaben. Während das kleine Fischernest Nusfjord zum beliebtesten Ferienort geworden ist, spielt in Henningsvær der Fischfang immer noch die wichtigste Rolle. In Larsens Trandamperi, der einstigen Trankocherei, die zu einem originellen einfachen Restaurant umfunktioniert wurde, kann man wieder "Bacalao" kosten. Dieses Gericht aus Trockenfisch wird nach einem spanischen Rezept zubereitet. Italien und Spanien sind heute noch die wichtigsten Importeure der Trockenfische von den Lofoten. Der Hauptort Svolvær liegt im Norden auf der Insel Austvågøy. Von hier besteht ebenfalls eine Fährverbindung zum Festland.
Von Svolvær aus steuern die Schiffe der Hurtigrute durch den engen und dramatisch wirkenden Trollfjord zu den benachbarten Vesterålen. Eine Bootsfahrt, die auch als Ausflug angeboten wird.

Hauptreisezeit ist und bleibt der Hochsommer; so richtig spannend werden die Lofoten aber zur eigentlichen Fischfangzeit zwischen Januar und April, wenn der Schnee noch fast bis ans Meer reicht und sich die Sonne gerade für einige Stunden zeigt. Dann laufen die Fischerboote aus, werden die Dorsche angelandet und paarweise zum Trocknen auf die "Hjeller" gehängt. Das ist die aktive, hektische Zeit auf den Lofoten, wo bis zu 20 Millionen Kilogramm Fisch aus dem Meer gezogen werden. Im Sommer bieten einige Fischer Bootsfahrten mit Angelmöglichkeit für Urlauber an.

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