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Jotunheimen

Im "Heim des Riesen Jotun", wie der Name frei übersetzt werden kann, befinden sich die höchsten Berge Norwegens. Auch wenn sie unter 2500 Meter liegen (Galdhøppigen 2469 m, Glittertind 2452 m), so wirkt die Region doch hochalpin. Nicht nur Wanderer können auf den vielen gut markierten Wegen die faszinierende Bergregion erleben, auch mit dem Motorboot ist es möglich, auf den beiden großen Seen Gjende und Bygdin bequem in das Gebirge vorzudringen. In der wohl schönsten Bergregion lassen sich sowohl leichte Halbtagesausflüge unternehmen, als auch mehrtägige Wanderungen von Hütte zu Hütte. Sehr beliebt sind im Hochsommer die geführten Gletschertouren von der Juvasshütte aus auf den höchsten Gipfel, für die keine besondere Gletschererfahrung vorausgesetzt wird. Eine der schönsten Wanderungen führt über den Bessegengrat, der durch Henrik Ibsens Drama "Peer Gynt" in die Literatur eingegangen ist. Vom Grat bietet sich eine großartige Perspektive auf zwei Seen gleichzeitig, im Hintergrund glitzern die schneebedeckten 2000er. 1142 Quadratkilometer wurden zum Nationalpark erklärt.

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Gletschertouren im Sommer auf den höchsten
Gipfel auch für unerfahrene Urlauber

Die Sportmöglichkeiten im Jotunheimen sind vielfältig

Hier kommen Kletterer ebenso auf ihre Kosten wie Skiläufer im Winter, die von Hütte zu Hütte wandern wollen oder bei Beitostølen die vielen gespurten Loipen nutzen. Der Wildwasserfluß Sjoa ist wegen seiner langen befahrbaren Abschnitte ein Eldorado für Kajakfahrer aus ganz Europa. Auf dem schäumenden Fluß wird auch Rafting angeboten – ein Urlaubserlebnis, von dem Sie noch lange schwärmen werden. Im Oberlauf zwängt sich der Fluß durch eine Engstelle, die von der Straße (RV51) als Sehenswürdigkeit "Riddersranget" ausgeschildert ist. Übrigens finden auch Drachenflieger im Jotunheimen ideale Ausgangspunkte, um in die Thermik einzusteigen.

Mehrere Straßen erschließen das einmalig schöne Gebirge

Von der E6 zweigt zum einen bei Sjoa eine Straße nach Randsverk ab, die immer an einem Wildbach vorbei führt. In dem abgeschiedenen Tal stehen an den Hängen noch die großen Bauernhöfe, die sonst vorwiegend in den Freilichtmuseen zu sehen sind. Auch von Ort Otta gelangen Sie sehr schnell auf die Paßstraße RV51, die im Osten das Jotunheimen und die beiden Seen erschließt. Die Verbindungsstraße führt weiter nach Fagernes im Süden und muß im Winter wegen hoher Schneeverwehungen regelmäßig gesperrt werden.
Die RV 15 begrenzt im Norden das Jotunheimen. Sie verläuft von Otta über Lom weiter an den berühmten Geirangerfjord. Sehenswert sind an der Strecke die Stabkirchen in Vågåmo und Lom. Hier zweigt die höchste Paßstraße Norwegens zum Sognefjell ab. Eine atemberaubende Strecke mitten durchs Gebirge, die bis in den Juni hinein von meterhohen Schneewänden gesäumt wird. Private Stichstraßen führen zu den Berghotels Spitterstulen und Leirvassbu, von denen die höchsten Gipfel in jeweils einer Tageswanderung bestiegen werden können. Die RV 55 erreicht nach zahlreichen Serpentinen den Sognefjord, den längsten und tiefsten aller Fjorde.
Die Südverbindung E16 mündet im Westen ebenfalls am Sognefjord. An dieser Route, dem kürzesten Zugang von Oslo aus, steht die prächtigste Stabkirche Norwegens - Borgund.

Zum Schluß möchte ich noch einmal auf den Riesen Jothun zurückkommen. Er gehört zur Familie der Trolle, die Ihnen in Skandinavien immer wieder mal begegnen können. Sie lieben es nämlich, den Touristen Streiche zu spielen...

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