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Bodø

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In der Nähe von Bodø ragen die
Berge dicht am Meer auf

Wer über die Europastraße 6 nach Norden fährt, hat in Bodø zum ersten Mal die Möglichkeit, die Mitternachtssonne über dem Meer wandern zu sehen. Vom langgezogenen Höhenrücken Løpsfjellet bietet sich dann ein großartiges Panorama: die vorgelagerten Inseln tauchen in warmes Gelb, Möwenschwärme bilden einen Schattenriß vor dem roten Sonnenball und mit etwas Glück kreisen Drachenflieger im Hangaufwind im Schein der Mitternachtssonne. Im Hintergrund zeichnen sich scharf die Berge der Lofoten ab, die sogenannte Lofotenwand. Im quirlig lebendigen Hafen sind Fischkutter aller Größen zu sehen, kommen Handelsschiffe und Fähren an und zwischendurch flitzen die Boote der Freizeitkapitäne. Landschaftlich liegt Bodø phantastisch: zackige Berge ragen direkt aus dem Meer auf, schneebedeckt bis in den Sommer. Nach der vollkommenen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt in moderner Architektur auf der langgestreckten Halbinsel am Saltfjorden wieder errichtet. Für Reisende ist sie eine wichtige Drehschiebe: Bahnfahrer müssen am nördlichsten Punkt des norwegischen Schienennetzes entweder in einen der Überlandbusse einsteigen, die Schiffe der Hurtigrute entlang der Küste wählen oder die Fähre hinüber zu den Lofoten nehmen. Auf dem Flughafen landen nicht nur Linienmaschinen, sondern auch Militärflugzeuge.Einige interessante Museen, nicht zuletzt das einzigartige Flugzeugsammlung, lohnen einen Zwischenstop in Bodø. Das Meer ist in der Umgebung besonders fischreich und der Gezeitenstrom Saltstraumen ein einmaliges Naturschauspiel mit Fanggarantie.

Als im 19. Jahrhundert die Heringsschwärme vor der Küste auftauchten, boomte der Fischfang. Große Handelsplätze entstanden in der Umgebung. Wie es dort damals zuging, beschreibt Knut Hamsun sehr packend in seinen Romanen "Benoni" und "Pan". Der Schauplatz auf der Insel Kjerringøy kann heute noch besichtigt werden.

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