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Heimat eines großen Komponisten

Auch im Kunsthandwerk und Design macht Bergen Oslo mit Marken wie Oleana längst die Führungsrolle streitig. Mit „Den National Scene“ besitzt Bergen zudem das älteste Theater Norwegens, mit der Grieghalle, einem unverkleideten Konzertflügel aus Beton, ein beeindruckendes Zentrum für Hochkultur, das seit 54 Jahren Heimstatt des Internationalen Musikfestivals im Mai ist.

Norwegen Bergen Blick vom Strandkai
Blick vom Strandkai

Namensgeber Edvard Grieg wurde 1843 in der Einkaufsmeile Strandgaten geboren, ging zum Studium nach Leipzig und gab 1861 sein erstes Konzert in seiner Heimatstadt – das damals aufgeführt Streichquartett in d-Moll ist heute spurlos verschwunden. Von seinen Reisen und Konzerte erholte er sich als etablierter Komponist auf Troldaugen, dem „Hügel der Trolle“ am Nordås-See.

Norwegen Bergen Alt-Bergen
Holzhäuser in Alt-Bergen

Von 1885 bis zu seinem Tod 1907 verbrachte er mit seiner Frau Nina jeden Sommer in der viktorianischen Villa, für Grieg sein „bestes Opus“. Um ungestört arbeiten zu können, ließ er 1891 eine Komponistenhütte am See bauen – doch schon ein vorbei ruderndes Boot reichte aus, um die Konzentration für den Tag zu stören. Ein Grasdach versteckt den 1985 erbauten Troldsalen, wo allsommerlich bei Kammerkonzerten Griegs Werke erklingen. In einer Felswand am See fand der große Komponist von kleiner Statur – er maß gerade 1,52 m – seine letzte Ruhestätte. Wellensäuseln und Wind umwehen sein Grab: Naturmusik, begleitet vom leise einsetzenden Plopp, Plopp des Regens, die in einem gewaltigen Crescendo mündet

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