Reisemagazin schwarzaufweiss


Reiseführer Bergen

Tour 4: Ein Besuch bei Edvard Grieg und Ole Bull

Wer die von Hügeln eingeschlossene Stadt Bergen verlässt, der kann der von Grund auf wieder aufgebauten Stabkirche von Fantoft einen Besuch abstatten und nahebei im Hordamuseum Einblicke ins traditionelle Landleben gewinnen. Nicht nur zu den Sommerkonzerten ist Troldhaugen einen Besuch wert, sondern auch zu anderen Zeiten, will man sich auf die Spuren des wohl bekanntesten norwegischen Komponisten und Schöpfers von „Peer Gynt“ begeben. Blickt man in die dortige „Komponistenlaube“, so meint man Edvard Grieg sei nur kurz von seinem Platz am Klavier aufgestanden und kehre nach einem kurzen Spaziergang über sein Anwesen wieder zurück, um konzentriert an einem neuen Musikstück zu arbeiten. Das recht schlichte Landhaus von Grieg ist nicht zu vergleichen mit dem Landsitz, den sich der „norwegische Paganini“ Ole Bull in Lysøen hat bauen lassen. Hier vereinen sich maurischer Stil mit der Baukunst Osteuropas und der Mogularchitektur Indiens. Zum Schluss: Wer die Seele ein wenig baumeln lassen möchte, der gönnt sich einen Aufenthalt in dem historischen Solstrand-Hotel, das Ende des 19. Jahrhunderts entstand und heute seinem Ruf als exquisites Wellness-Hotel mehr als nur gerecht wird.

Grieg, Bergen, Norwegen

So lebte Edvard Grieg

Erblickt man Lysøen, so kann man von einem norwegischen Neuschwanstein sprechen, wenn auch die Größe eher bescheiden und nicht mit dem Traumschloss Ludwigs II. zu vergleichen ist. Märchenhaft ist die schlossartige Villa allemal, die sich Ole Bull auf einer Insel inmitten des Lysefjords hat errichten lassen. Der Turm der Villa ist von einer russischen Zwiebelkuppel gekrönt, der auf filigranen Säulen ruhende Balkon, zu dem eine Wendeltreppe führt, erscheint als eine Mischung aus venezianischer Palazzoarchitektur und indischer Mogulbaukunst. Ole Bull nannte sein Anwesen seine kleine Alhambra. Doch nicht nur maurische Hufeisenbögen, sondern schwere Kristalllüster, meisterlich ausgeführte Glasmalereien und lokale Schnitzkunst geben der Villa, die im Kern im schweizer Landhausstil erbaut wurde, eine ganz besondere Note.


Das könnte Sie auch interessieren

.