Navarra
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Pyrenäentäler und Unterkunft in Landhäusern
Ruhesuchende und Naturverbundene zieht es in Navarra aufs Land, wobei ein eigener fahrbarer Untersatz unverzichtbar ist. Eine der schönsten Gegenden ist die der östlichen Pyrenäentäler Salazar und Roncal mit stillen Steindörfern sowie ausgedehnten Eichen- und Buchenwäldern; im Winter ist hier Skilanglauf möglich.

Immer wieder bieten dörfliche Landhäuser (Casas Rurales) hervorragende Unterkünfte - und eine ideale Gelegenheit, in die Gegend hineinzuschnuppern. Landhäuser kann man komplett, etagen- oder ganz normal zimmerweise mieten ; es gibt auch spezielle Wochenend- und Wochentarife. Wohnen die Vermieter im selben Haus oder nebenan, bieten sie gelegentlich Mahlzeitenservice an; häufig kann man in den Casas Rurales aber auch selber kochen. In den Fremdenverkehrsbüros in Navarra ist eine jährlich aktualisierte Broschüre zu den Landhäusern kostenlos erhältlich; man fragt nach der Guía de Turismo Rural. Vor Ort sind die Landhäuser häufig mit weißer Schrift auf rötlichem Grund ausgewiesen.Das Tal von Salazar leitet seinen Namen vom Salazar-Fluß ab, auf dem bis vor wenigen Jahrzehnten noch die Flößer das Holz aus der Gegend abwärts transportierten. Hauptort im Tal ist Ochagavía, ein malerisches Ensemble aus massiven, ziegelgedeckten Steinhäusern. Man sollte es nicht versäumen, in einem der Dorfrestaurants einmal Forelle auf Navarra-Art (wird mit einem Stück rohen Schinken serviert) oder Schafskäse zu testen.

Von Ochagavía aus erreicht man das Nachbartal von Roncal, das vom Río Esca durchschnitten und von Buchen- und Tannenwäldern geprägt wird. Ein besonders pittoreskes Steindorf mit engen Gassen ist Isaba, von dem aus Käseliebhaber wenige Kilometer Richtung französischer Grenze fahren sollten. Ziel ist eine vorzügliche Käserei, in der die Familie von (Schafs-)Käsemeister Marengo in Handarbeit nach althergebrachten Methoden produziert. Fährt man von Isaba aus gen Süden, kommt man in den urigen Hauptort Roncal, dessen berühmtestem Sohn ein interessantes Museum und ein pompöses Mausoleum auf dem örtlichen Friedhof gewidmet ist: dem Tenor Julián Gayarre (1844-1890).
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