
Text und Fotos: Beate Schümann
Gott war über alle Maßen großzügig, als er Portugal schuf. Er bedachte das Land nicht nur mit einem ausgezeichneten Klima, sondern auch mit fruchtbaren Böden. Die Menschen dankten es ihm mit der Herstellung eines köstlichen Weines.

Unbekümmert, als wüßten sie nicht, daß
sie sich am geheiligten Ort aller Portweinkenner befinden, baumeln
vor den Balkonen die Wäschestücke in der leichten Brise, die vom Atlantik
in die Douro-Mündung hereinweht. Blumentöpfe mit roten Geranien reihen
sich hinter schmiedeeisernen Balkonen in Portos Altstadt.
An vielen der hübschen Fassaden brökelt die Farbe ab; zu lange wetzt
schon das Salz von der nahen See an ihnen seine Klingen. Terrassenartig
klettern die altersschiefen Etagenhäuser der Ribeira vom Hafenkai
zur über allem herrschenden Kathedrale hinauf.
Nachdem sich der Bus durch zähe Autokarawanen ins historische Zentrum geschoben hat, zeigt sich Porto, die Portweinzentrale und Portugals zweitgrößte Stadt, von seiner besten Seite. Beim Schlendern durch das labyrinthische Gassegewirr sind in einem der vielen Straßencafés die Hektik der quirligen Wirtschaftsmetropole schnell vergessen.
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