
Text und Fotos: Anneke Bokern
Eigentlich ist "De Hertshoorn" in Garderen ein ganz normaler niederländischer Fünf-Sterne-Campingplatz. Das familienfreundliche Waldidyll liegt im Naturpark Hoge Veluwe, unweit des Kröller-Müller-Parks und der deutschen Grenze. Ein rustikales Holzhütten-Dorf bildet den Empfang nebst Imbissbude, Hallenbad und Fahrradverleih; die Wege sind aufgeräumt, die Parzellen mit kleinen Zäunen abgesteckt, und alle paar Meter stößt man auf einen pädagogisch wertvollen Holzspielplatz.
Mitten zwischen den gepflegten Bungalowzelten und Wohnwagen mit Blümchengardinen steht jedoch etwas, was man an einem solchen Ort kaum erwarten würde: Kunst. Beinahe schamhaft versteckt sich ein Konglomerat aus roten, blauen und gelben Zeltkuppeln hinter einer mit hohen Büschen bewachsenen Wegbiegung. Zwei der drei kugeligen Gebilde sind auf unterschiedlich hohen metallenen Tragkonstruktionen aufgeständert, das dritte hockt auf dem Boden.
Auf den ersten Blick wirken die Objekte wie futuristische Ufos, die unbemerkt zwischen den Kiefern gelandet sind. Aber die einfache Zeltplane, mit der die Stahlrohrgerüste bespannt sind und die bereits merklich unter den Unbilden des holländischen Wetters gelitten hat, holt den Betrachter schnell in die Realität des Campingplatzes zurück.
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