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„Wasserparadies Nicaragua“

Bleibt der Strohhalm, nach dem alle Habenichtse dieser Welt greifen: Tourismus! Schließlich hat das größte Land Mittelamerikas einiges vorzuweisen, was Touristenaugen leuchten lässt: 352 Kilometer Küste am Pazifik, 541 Kilometer in der Karibik, der Großteil davon noch weitgehend ungenutzt, dazu Inseln, Korallenriffe, zwei große Seen - der Slogan vom "Wasserparadies Nicaragua" kommt nicht von ungefähr. Und da ist mehr: 40 Vulkane, von denen acht aktiv sind. Unberührte Regenwälder und Nebelwälder. Alte Feste und neue Festivals wie die "Noches de la Serenata". Schöne Kolonialstädte wie Leon oder das von seinen vermögenden Bewohnern inzwischen wieder sorgsam herausgeputzte Granada. Ein Überfluss an Vögeln, Fischen und Pflanzen. Und etwas Frühgeschichte findet sich außerdem.

Nicaragua See Hotelanlage
Hotelanlage, hübsch und bescheiden

Aber so viele Touristen mit Geld in der Tasche können der reiche Norden und der wohlhabende Westen gar nicht in die Flieger setzen, dass die touristischen Ressourcen in naher Zukunft knapp würden und die Neulinge die Bedingungen diktieren könnten.

Nicaragua See Vulkan Masaya
Auf dem Vulkan Masaya

In Solentiname herrscht mittlerweile touristischer Alltag. Ein paar Besucher brechen zu einer Bootstour in das Sumpfgebiet Los Guatuzos auf, um Affen, Krokodile, Faultiere und Tucane zu beobachten, die anderen reiten unter einem platschenden Tropenregen über die Hügel. Nach dem Schwimmen im See gönnen sie sich eine Piña Colada und genießen Manuels Fisch in Knoblauchsoße. Und sie schnuppern auf den Inseln eine Spur nicaraguanischen Alltags: Lassen sich von der 74-jährigen Hebamme Natalia Seceira Cardenas erzählen, mit welch einfachen Mitteln sie 150 Kindern auf die Welt geholfen hat. Werden vom Fischer Manuel Madrigal über Santa Rosa geführt. Vier Familien mit 35 Menschen leben auf dem Eiland, das bequem in zehn Minuten zu queren ist. Zucker und Öl müssen sie kaufen, sagt der Chef selbstbewusst. Alles andere erzeugen sie selbst. Reis, Bohnen und Bananen wachsen auf den Feldern, Schweine grunzen, Hühner scharren dazwischen und täglich einmal fahren die Männer hinaus, um die Netze auszulegen. Touristen braucht es da nicht.

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