|
Die Via Algarviana
Auf 240 Kilometern Länge verbindet die Via Algarviana Alcoutim an der spanischen Grenze mit dem Cabo de São Vicente im äußersten Westen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Umweltorganisation Almargem als Fernwanderweg konzipiert und gliedert sich in das Netz der europäischen Fernwanderwege ein. Die Route verläuft vorwiegend im algarvischen Gebirge (Serra Algarvia) und ist in 14 Tagesetappen von bis zu 30 Kilometern Länge aufgeteilt. Die gut ausgeschilderte und immer wieder mit Informationstafeln bestückte Strecke führt durch 21 Gemeinden. Gewandert wird auf alten Eselspfaden oder Wegen, die bis heute von Ziegen- oder Schafsherden genutzt werden. Der Streckenverlauf stellt sicher, dass sich die Wanderer am Wegesrand immer wieder in Restaurants stärken und jeweils am Ende der Tagesetappe in kleinen Hotels übernachten können. Unterwegs trifft man auf idyllische alte Dörfer, zahlreiche Naturschätze, aber auch kulturelle Highlights und für die Algarve typische Handwerksbetriebe – etwa eine Brennerei, in der die Früchte des Erdbeerbaums im traditionellen Verfahren zu Medronho-Schnaps gebrannt werden. Zu den landschaftlichen Höhepunkten gehört auch die Besteigung des höchsten Berges der Algarve, des 902 Meter hohen Foía. Natürlich ist es auch möglich, nur einzelne Etappen der Via Algarviana zu begehen. In einer (bislang nur auf Portugiesisch und Englisch erhältlichen) Broschüre werden alle Tagesetappen ausführlich beschrieben – mit detaillierten Karten und Hinweisen auf Sehenswertes in der Natur und am Wegesrand.
Weitere Infos: www.viaalgarviana.org
Die „Camera Obscura“ im Turm von Tavira
Bequemer kann man Tavira nicht erkunden: Über ein ausgeklügeltes System aus Linsen und Spiegeln wird der Blick auf die Stadt auf einen großen Tisch projiziert. Autos flitzen um die Ecke, Touristen erkunden die sympathische Kleinstadt mit dem Reiseführer in der Hand, Fischerboote tuckern über den Fluss: Alles, was man im Kleinformat im Inneren des Turms von Tavira beobachten kann, ereignet sich in Echtzeit wenige Meter weiter. Ursprünglich versorgte das Gebäude als Wasserturm die Stadt mit frischem Nass. Als Tavira aber immer weiter wuchs, reichte seine Kapazität nicht mehr aus. Man löste das Wasserproblem auf andere Weise – und in den Turm zog die „Camera Obscura“ ein. Der Turm ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Vorstellungsraum ist bequem mit einem Aufzug erreichbar.
Weitere Informationen: www.cdepa.pt und www.algarvepromotion.pt
Madeira:
Naturverbundenes Reiseziel auch im Winter
Wer für den Winter ein naturnahes Reiseziel mit mildem Klima sucht, sollte es einmal mit der zu Portugal gehörenden Insel Madeira
versuchen. Der kleine Archipel liegt ca. 500 km vor der Küste Afrikas
im Atlantik und rund 1000 km von Portugal entfernt, eine Strecke, die
von Lissabon in anderthalb Flugstunden zu bewältigen ist. Auf der Hauptinsel leben nur 260.000 Menschen, etwa die Hälfte davon
in der Hauptstadt Funchal.
Die Geologie und die Lage mitten im Ozean führen zu sehr günstigen
klimatischen Bedingungen. Im Sommer fehlt die glühende Hitze
(die durchschnittliche Temperatur beträgt 23 °C), im Winter sorgt
der Golfstrom für ein mildes Klima mit rund 17 °C. Auf den Märkten
findet man jede Menge Gemüse und tropische Früchte, aus dem
Meer kommen Fische und Krebse. Nicht vergessen sollte man die berühmten
Weine Madeiras.
Das kulturelle Erbe besteht vor allem aus zahlreichen Kirchen mit
Schätzen sakraler Kunst. Man kann aber auch auf Wanderungen die Flora und Fauna genießen: Orchideen, Bougainvillen, Magnolien,
Lilien und Azaleen erfreuen das ganze Jahr über das Auge. Etwas karger,
aber nicht weniger faszinierend ist die Landschaft der etwa 1000 m über
dem Meeresspiegel gelegenen Hochebene.
Die Insel bietet einiges an Sportmöglichkeiten. Man kann Mountainbikes
leihen, reiten und Tennis spielen, in Felsen klettern und zum Paragliding
starten. Für Golfliebhaber stehen zwei Meisterschaftsplätze
zur Verfügung. Natürlich wird auch der Wassersport groß
geschrieben: Segeln, Surfen, Tauchen, Schnorcheln und Hochseeangeln stehen
auf dem Programm.
Weitere Informationen: Portugiesisches Touristikbüro, Schäfergasse
17, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069/234094, Fax 231433, E-Mail:
icepfra@portugal.f.uunet.de
Opernring 1, 1010 Wien, Tel. 01/585 4450, Fax 585 4445, E-Mail: icepvie@icepvie.co.at
Badenerstr. 15, 8004 Zürich, Tel. 01/241 0001, Fax 241 0012, E-Mail: icep@dial.eunet.ch
Im Internet: www.madeiratourism.org
Azoren:
Wo die Hochs gemacht werden
Fast auf halbem Weg
nach Amerika liegen mitten im Atlantik neun Inseln als westlicher
Vorposten Europas - die zu Portugal gehörenden Azoren. Wegen des Golfstroms
ist das Klima das ganze Jahr über relativ ausgeglichen, nur im Winter
können heftige Stürme in der Region toben. Im Sommer herrscht ein
laues Lüftchen bei 27 °C.
Auf den Azoren ist
noch viel ursprüngliche Landschaft zu finden, zahlreiche der wildwachsenden
Pflanzen gibt es nur hier. Wichtigste Einkommensquelle der Einheimischen
ist die Landwirtschaft. Besucher finden bizarre Vulkane, tiefblaue
Kraterseen und im Frühling ein üppiges Blumenmeer vor. Die Inseln
eignen sich hervorragend zum Aktivurlaub: Wandern, Rad fahren, Reiten,
Golf und Jeep-Safaris werden an Land angeboten, auf dem Wasser Surfen,
Tauchen, Segeln, Hochseefischen und Walbeobachtungen, zum Paragliding
kann man in die Luft gehen.
Reisen auf die neun
Inseln der Azoren veranstaltet Sea Breeze Travel, Franz-Kobinger-Str.
5, 86157 Augsburg, Tel. 0821/227 8330, Fax 227 8322, E-Mail: mail@seabreeze.de,
Internet: www.seabreeze.de.
|
|