Reisenews - Archiv Belgien

Antwerpen : Mercator - Reisen ins Unbekannte

Zu Ehren des fünfhundertsten Geburtstags von Gerard Mercator setzt das Museum Plantin-Moretus / Prentenkabinet vom 25. März bis zum 18. Juni 2012 den Einfluss des Reiseverhaltens der Europäer im 16. Jahrhundert auf die Entwicklung der Kartografie ins rechte Licht. In der Ausstellung „Mercator. Reisen ins Unbekannte“ stellt das Museum darüber hinaus auch die Beziehung zwischen dem flämischen Kartografen und der Antwerpener Druckerfamilie vor. In der Dauerausstellung des Museums steht Mercator unter anderem mit dem Spitzenexponat „Die Karte von Flandern“ aus dem Jahr 1540 im Vordergrund. Reiseberichte bilden eine wichtige Informationsquelle für die Kartografie, die ein explosives Wachstum erlebte. Karten werden nicht nur anhand von Wahrnehmungen der Entdeckungsreisenden im 16. und 17. Jahrhundert gezeichnet, sondern auch anhand der Schilderungen von Händlern und Seefahrern, die gewollt oder ungewollt in kaum bekannte Regionen kamen. Ausgehend von vier Reiseberichten wird in der Schau jeweils ein Kontinent näher betrachtet: ein Bericht über die Türkei steht für Eurasien, über den Kongo für Afrika, über Indonesien für Südostasien und über Peru für Lateinamerika. Bücher und Drucke geben das Bild wieder, das die Europäer des 16. Jahrhunderts von diesen Gebieten hatten. Eine Auswahl an Kunstwerken der lokalen Bevölkerung, die die Reisenden kennenlernten, zeigen den harten Kontrast zur Bildformung, die in den Reiseberichten manchmal betrieben wurde.


Weitere Informationen: Museum Plantin-Moretus/Prentenkabinet, Vrijdagmarkt 22. 2000 Antwerpen, www.museumplantinmoretus.be


Vennbahn – einer der längsten Bahntrassenradwege Europas

Die Vennbahn zwischen Aachen und Troisvierges im Norden Luxemburgs, mit dem einmaligen Hochmoor Hohes Venn dazwischen, zählt mit ihren 125 Kilometern zu den längsten Bahntrassenradwegen Europas. Sie steht geradezu symbolhaft für ein bewegtes Stück Europa: Ursprünglich eine Verbindung zwischen Kohlerevieren im Norden und Stahlhütten im Süden, dann Schlagader in der Konfliktzone zweier Weltkriege, danach in Vergessenheit geraten, um heute die grenzüberschreitende Region mit Leben zu füllen. Grenzüberschreitend im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Radweg wechselt mehr als ein Dutzend Mal zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg. Vielfältige Natur prägt den Weg, vom Monschauer Heckenland und der Moorlandschaft im Hohen Venn über das ursprüngliche Ourtal bis zu den Gärten rund um Troisvierges.

Weitere Informationen: EWIV – Eifel Ardennen Marketing, c/o Tourismusagentur Ostbelgien, Hauptstraße 54, B- 4780 St. Vith, Tel.: +32 (0)80/227664, info@eastbelgium.com, www.vennbahn.eu


Wie wäre es mit Urlaub in der Provinz Lüttich ?


Auf der Vespa durch Spa, auf Entdeckungsreise zu den Schlössern an der Maas oder auf Erlebnistour im Ourthe-Tal: Der Tourismusverband der Provinz Lüttich hat zusammen mit der Agentur Wal’Incoming 21 Kurztrips zusammengestellt, die er in der Broschüre „Mini-Trips“ präsentiert. Die Pauschalangebote für zwei bis drei Tage reichen von Klassikern bis zu außergewöhnlichen Ideen wie der Übernachtung im Zigeunerwagen. Da die wallonische Provinz direkt an Deutschland grenzt, sind die Ziele gut erreichbar. Die meisten Angebote gelten bis Oktober. Kostenlose Bestellung der Broschüre: Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel (Tel.:0221-27759-0, Fax: -100, info@belgien-tourismus.de).

Informationen und Buchung: www.liegetourisme.be 


365 Tage Zeit für Belgien


Ein Ziel für jeden Tag im Jahr: Die auch in Deutsch vorliegende Internetseite www.365.be stellt Reiseziele und Attraktionen in ganz Belgien vor. Die insgesamt 365 Anregungen reichen von Kajakfahrten in den Ardennen bis zu Belgiens schönsten Abteien. Reiselustige können die Internetseite unter verschiedenen Kriterien durchstöbern oder direkt als komplette Broschüre herunterladen. Den neuen Belgien-Führer gibt es auch bei touristischen Informationsstellen, unter anderem bei Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel. Mit www.365.be verleihen die Organisation „Attractions et tourisme“ und deren flämisches Pendant „Toeristische attracties“ ihrem Projekt „Touristische Attraktionen und Museen in Belgien“ ein neues Gewand.

Weitere Informationen: www.365.be, Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln,  Telefon: 0221-27759-0, info@belgien-tourismus.de


Belgien/Niederlande: Grenzenloses Radfahren in Limburg


Limburg wird durch die Maas in eine östliche und in eine westliche Provinz geteilt: belgisch und niederländisch Limburg. Trotzt dieser Teilung gibt es jedoch mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Beide Provinzen sind ein „wahres Paradies für Radfahrer“ und bestechen durch ihre einmalige Naturlandschaft. Das Knotenpunktsystem verbindet sämtliche Radwege und ermöglicht es, grenzüberschreitende Fahrradtouren zu planen. Durch die Brücken und zahlreichen Fährverbindungen stellt auch die Maas kein Hindernis dar.
Die Region ist bekannt für ihre ländlichen Spezialitäten, die Sie entdecken können, wenn Sie z. B. entlang der Kempener Bier- oder Käseroute radeln. Oder Sie begeben sich auf die Spuren der römischen Vergangenheit bei einem Besuch der historischen Städte Tongeren und Maastricht mit dem Arrangement „Römische Vergangenheit in Tongeren und Maastricht“.
Mode, Kunst und Design haben ihren festen Platz in den Provinzhauptstädten Hasselt und Maastricht. Aber auch kleinere Städte wie Maasmechelen, Sint-Truiden und Roermond überraschen Sie mit kulturellen Highlights. Mit dem Arrangement „Hasselt und Maastricht. Radfahren zwischen den limburgischen Hauptstädten“ entdecken Sie die schönsten Seiten beider Städte.


Weitere Informationen: Tel. 0032 - 89 - 72 24 67 (B),  Tel. 0031 - 43 - 609 85 00 (NL),  Tel. 0031 - 43 - 325 21 21 (Maastricht), www.radfahreninlimburg.com


Ostbelgien: Gedenkstätte „Baugnez44 Historical Center

63 Jahre nach der Ardennenoffensive hat ein Privatunternehmen die Geschehnisse während der Operation Wacht am Rhein rekonstruieren lassen. Auf Hitlers Befehl marschierte die Kampfgruppe Peiper am 16. Dezember 1944 in die Malmedyer Region ein. Das am 17. Dezember verübte „Massaker von Baugnez/Malmedy“ wird allen in schmerzlicher Erinnerung bleiben. Nur einen Steinwurf vom Mahnmal an der Kreuzung in Baugnez (Malmedy/Weismes/Ligneuville) entfernt, haben Mathieu und Fabien Steffens eine Gedenkstätte erbauen lassen. Diese beherbergt in erster Linie das Museum, ferner einen Saal, wo ein Archivfilm vorgeführt wird, einen Seminar- und Versammlungsraum für 150 Personen, ein Restaurant, ein Souvenirgeschäft sowie Sanitäranlagen. Die Anlage ist behindertengerecht gestaltet (Aufzug). Authentisches Material, Fotografien und Zeitfilme voller Geschichte und Emotionen versetzen den Besucher zurück in die Vergangenheit. Inszeniert wurden Szenen aus dem alltäglichen Leben eines Soldaten. Zwei dieser Szenen werden von einer Licht- und Tonshow umrahmt. Ein mehrsprachiger Audio-Guide informiert in allen Details über das damalige Kriegsgeschehen, die geschichtlichen Hintergründe und erläutert  verschiedene Ausstellungstücke. Auf diese Weise kann jeder die damaligen Ereignisse „hautnah“ miterleben und somit einen besseren Einblick in die geschichtlichen Hintergründe der Ardennen-Offensive erhalten.

Weitere Informationen: Baugnez 44 Historical Center, Route de Luxembourg, 10, B-4960 Baugnez/Malmedy, Tel. + Fax. 00 32 / (0)80 / 42 04 57, info@baugnez44.be, www.baugnez44.be