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Auf den Spuren eines Films

Zu den Drehorten des Kinohits „Herr der Ringe“ in Neuseeland

Text und Fotos:  Sissi Stein-Abel

Neuseeland - Road to Glenorchy

Der Wind zerrt an Jentses Haar, wirbelt seinen Pferdeschwanz in alle Himmelsrichtungen. Er gestikuliert gerne, wenn er spricht, aber jetzt braucht er beide Hände, um das Buch mit den bunten Landschaftsaufnahmen festzuhalten.

Der Mann ist ein Naturtalent. Er streicht sich die fliegenden Haare aus dem Gesicht, klemmt den Fotoband unter den Arm, brummt mit dunklem Bass einen Satz und antwortet mit heller Frauenstimme. Es ist ein bisschen wie Otto Waalkes, auch wenn der Inhalt des Ein-Mann-Dialogs weitaus schicksalsschwerer ist als die berühmte Konversation von Magen, Darm und Leber des Ostfriesen-Komikers. Jentse zitiert nämlich aus der „Herr der Ringe“-Trilogie und spielt alle Rollen selbst – und zwar so unterhaltsam, dass selbst Leute, die sich für die Kinofilme nicht begeistern können, plötzlich Gefallen an dem von Peter Jackson verfilmten Klassiker des englischen Schriftstellers J.R.R. Tolkien finden.

Neuseeland - Kawarau River

An den Ufern des Kawarau River (= River Anduin) wurden am Computer die zwei Türme (Two Towers) in die Szenerie hinein manipuliert.(Die Kamelhöcker-Hügel haben mit dem Film nichts zu tun.)

Jentse, der einst zehn Jahre auf einer Milchfarm und dann als Mechaniker arbeitete, ist einer der Tourenführer von Nomad Safaris, dem Vorreiter in Sachen „Herr der Ringe“-Tourismus in Queenstown. Jetzt steht er am Rande einer zweispurig genutzten einspurigen Staubpiste, die an einem steilen Abgrund entlang zum Weinkeller und den Reben der Chard Farm führt. Das Gebotsschild, auf dem ein VW Golf an einem Fallschirm schwebt, illustriert auf humorvolle Weise,  wie hier die Straßenverhältnisse sind. Jentse steht mit dem Rücken direkt zum Abgrund und trotzt den Windböen. Zur Rechten zwei in Kamelrücken-Form schief in den Himmel stechende zipfelige Hügel, und weit drunten der türkisblaue Kawarau River mit zwei Kajakfahrern – nicht drei Elben, die in dem Fantasy-Roman elf Tage lang von Lothlórien flussabwärts paddeln.

Auch von den beiden mächtigen Türmen, nach denen der zweite Teil der Trilogie benannt ist, keine Spur. Sie wurden, wie so viele Features, digital in die Originalbilder hinein manipuliert. Aber im Gegensatz zu anderen Drehorten, die selbst für detailversessene „Herr der Ringe“-Freaks nicht zu erkennen sind, bedarf es nicht viel Phantasie, um sich die Szene vorzustellen. Erst recht nicht, wenn Jentse – niederländische Vorfahren, daher der Name – sein Bilderbuch in die Höhe reckt. Das macht den Vorher-Nachher-Effekt perfekt. Naja, bloß nicht um den Felsbrocken um die Ecke schauen! Dort ist nämlich die Kawarau-Brücke, von der sich jeden Tag hunderte Wagemutige an Bungy-Seilen in die Tiefe stürzen.

Neuseeland - Deer Park Heights

Deer Park Heights (halbkugelförmiger Berg) ist in der Tat ein Wildpark. Dort oben wurde unzählige Szenen gefilmt, die Wege dorthin sind gut beschildert, man kann alles gut ohne Führer erkunden

Wer die mehr als 100 Drehorte auf eigene Faust erkunden möchte, stößt auf Grund der Komplexität der bewegten Bilder schnell  an seine Grenzen. Nicht nur die digitalen Manipulationen sind in ihrer Masse überwältigend. Es gibt auch kaum eine Szene in den Filmen, die vollständig an einem Fleck aufgenommen worden wäre. Setzen wir einfach diese Paddel-Sequenz fort: Sie paddeln und paddeln also bis zur Flussmündung. Hurra, hurra, Ziel und Gefolgschaft erreicht – am Lake Te Anau drunten in Fjordland, im noch tieferen Süden Neuseelands. Vom türkisblauen Kawarau River, der im richtigen Leben weiter im Osten in den Clutha River fließt, in den großen grauen See im Südwesten... (Andere Szenen am River Anduin wurden sogar auf der Nordinsel, am Rangitikei River, nordöstlich von Wellington, gedreht.)

Die Furt von Bruinen

Hier hinein, dort heraus: Das ist auch an einem zweiten Drehort, den die Nomad Safaris bei ihrer Tour durch „Mittelerde“ anfahren, der Fall. Am Arrow River, beim Städtchen  Arrowtown, ist die Furt von Bruinen (Rivendell / Bruchtal), wo Arwen den verängstigten Frodo auf ihrer Stute Asfaloth vor den auf ihren Pferden heranpreschenden Nazgûl sicher über den Fluss befördert, und dann schwillt der Fluss unüberwindlich vor den düsteren Gestalten an. Diese Flut wurde freilich im Skippers Canyon gefilmt. Das Wasser in dieser Klamm des Shotover Rivers wäre zu hoch für Pferde gewesen... Ganz davon abgesehen, dass bei unserer  Sommer-Safari pink und lila blühende Lupinen sowie gelber Ginster nicht gerade mittelirdisch bunte Flecken  in die Erinnerungsfotos tupfen. Nebenbei erfährt man, dass Arwen-Darstellerin Liv Tyler so große Angst vor Pferden hat, dass ein Double durch den Arrow River reiten musste und sämtliche Reitszenen mit Liv Tyler im Studio gedreht wurden. Deshalb die vielen Nahaufnahmen.

Neuseeland - Arrowtown - Furt von Bruinen

Die Furt von Bruinen am Arrow River, beim Städtchen  Arrowtown

Nomad Safaris ist einer von zahlreichen Anbietern, die Touren in der Gegend von Queenstown veranstalten. Wer wenig Zeit für aufwändige eigene Entdeckungsreisen hat, ist mit einer Vier-Stunden-Tour bestens bedient. Dabei kommen sowohl „Herr der Ringe“-Fans als auch solche, die es nie werden, auf ihre Kosten, denn jede Fahrt in dem extrem geländegängigen Land Rover kombiniert Drehorte und filmunabhängige Szenen in einer traumhaften Gebirgslandschaft am Rande des 77 Kilometer langen Lake Wakatipu. Jentse genießt es ganz besonders, auf Rüttelkursen wie hinauf zu der Bergkette der Remarkables Gas zu geben und seine maximal sechs Gäste kräftig durchzuschütteln. Am Arrow River rast er an der Uferbank auf und ab, und zur Krönung vollführt er mitten im Fluss Pirouetten, um die außergewöhnlichen Qualitäten  des Land Rovers zu demonstrieren. Zur Erholung gibt’s Kaffee, Tee, Kakao, Kuchen und eine Einführung in die Kunst des Goldschürfens. Wir befinden uns nämlich auch im Zentrum des Goldrauschs, der Mitte des 19. Jahrhunderts Tausende von Abenteurern nach Central Otago lockte.

Neuseeland - Beergkette der Remarkables

Die Remarkables ist DIE Bergkette von Queenstown. In Gipfelnähe war Dimrill Dale. Dort führte Aragorn die geschwächte Gefolgschaft hinab nach Lothlórien

Nervenkitzel im Skippers Canyon

Das Ende des Nervenkitzels ist diese Pause allerdings nicht. Jentse fährt auch noch einige Kilometer in den Skippers Canyon hinein. An einer Seite der Straße geht’s senkrecht nach oben, an der anderen Seite senkrecht nach unten, ein Felsbrocken am Rande hat den vielsagenden Namen Hell’s Gate – Tor zur Hölle. Unnötig anzufügen, dass die Piste ungeteert ist und nur Platz für ein Fahrzeug bietet. Aber es ist beruhigend zu sehen, dass es ein paar wenige Haltebuchten mit Ausweichmöglichkeiten gibt. Doch der echte Profi muss sein Können natürlich hin und wieder vorführen. Von wegen Haltebucht! Der dicke Bus, der uns entgegen kommt, quetscht sich gegen die Felswand zur Linken, der Land Rover rollt mit den rechten Reifen millimetergenau an der Absturzkante entlang. Jentse lehnt das Angebot, den linken Seitenspiegel einzuklappen, mit den Worten: „Nein, warum? Wir haben massig Platz“, dankend ab.

Neuseeland - Skippers Canyon

Eng geht's zu auf der ungeteerten Piste im Skippers Canyon

Der spektakuläre Skippers Canyon ist ein guter Grund, solch eine „Herr der Ringe“-Tour zu buchen. Kein Autovermieter erlaubt nämlich Touristen, mit seinen Fahrzeugen in diese Schlucht zu fahren, weil keine Versicherungsgesellschaft für Schäden und Unfälle auf dieser Strecke aufkommt. Es gibt keine Straße in Neuseeland mit mehr Warnschildern – vor Steinschlag, Überschlag, Herzschlag.

Neuseeland - Skippers Canyon

Blick in den Skippers Canyon

Nomad Safaris, das auch Halbtages-Touren ans Nordende des Wakatipu-Sees nach Glenorchy und von dort in eine Traumlandschaft namens Paradise auf dem Programm hat, ist der Pionier des „Herr der Ringe“-Tourismus in Queenstown. Wie so viele, so hat auch dieser Geschäftsführer in den Filmen eine kleine Rolle gespielt. Seit April 2002 karrt er Film- und Neuseeland-Fans durch Auenwälder und Flüsse, über Stock und Stein. Zahlen möchte Mike Stearne, einer der Manager, nicht nennen: „Das ist geschäftlich hochsensibles Material.”

Die Wohnhöhlen von Hobbiton

Neuseeland - Herr der Ringe - Matamata - Wohnhöhlen von Hobbiton

Wohnhöhlen von Hobbiton

Da sind sie in Matamata, einem vor dem Filmboom unbedeutenden Nest südöstlich der Millionenstadt Auckland im Norden der Nordinsel, nicht so empfindlich. Matamata ist Synonym für Hobbiton (Hobbingen) und Erfolg. Die Hobbit-Manie beginnt schon im Ortszentrum, wo das Fremdenverkehrsamt als überdimensionale Film-Höhle dekoriert ist. Seit der Eröffnung im Dezember 2002 sind mehr als 180.000 Besucher über die acht Kilometer entfernte Farm spaziert, auf der die Hobbits wohnten, jährlich 20.000 bis 25.000 Leute. „85 Prozent davon sind Touristen aus dem Ausland“, sagt Verkaufs- und Marketing-Direktor Henry Horne. „Viele klappern die Drehorte ab, aber es gibt auch genauso viele, die keinen der Filme gesehen haben und nur ganz allgemein an unserer Anlage und den persönlichen Geschichten interessiert sind.“

Neuseeland - Herr der Ringe - Matamata - Wohnhöhlen von Hobbiton

Von Hobbiton sind allerdings nur einige wenige Wohnhöhlen übrig geblieben - und die sehen nicht einmal aus wie im Film. „Ist ja alles gut und schön“, sagt eine Besucherin, „aber die weißen Löcher mit nix dahinter und nix drum herum reißen mich nicht vom Hocker.“ Andere wiederum sind begeistert, weil sie nicht auf Hobbiton fixiert sind, sondern an einem sonnigen Tag die idyllisch-ruhigen Stunden in der wunderschönen, unverbauten Hügellandschaft in der Waikato-Region als Gesamterlebnis genießen.

wunderschöne, unverbaute Hügellandschaft in der Waikato-Region

Wunderschöne, unverbaute Hügellandschaft

Das Irritierende ist, dass manch einer die Werbebroschüren und Internet-Seiten so oft gesehen hat, dass er sich einbildet, die Wohnhöhlen seien auch in der „Herr der Ringe“-Trilogie weiß getüncht. Dabei sind sie in sanften Naturtönen gehalten und blumengeschmückt. Eine solche aus Holzplatten gebaute Original-Höhle ist noch erhalten. Das heißt: Sie gammelt vor sich hin, während die gut gepflegten weißen Fassaden im sattgrünen Hügel in der Sonne leuchten. Die Höhlen im Urzustand zu erhalten, ist den Farmern urheberrechtlich untersagt. Genauso wenig dürfen sie mittelirdische Kostüme anziehen.

Um die Filmszenen in Erinnerung zu rufen, sind an allen wesentlichen Drehorten wetterfeste Schilder mit entsprechenden Fotos aufgestellt, und die Führer legen sich bei der Beschreibung mächtig ins Zeug. Vielleicht nicht ganz so phantastisch wie Jentse in Queenstown, aber äußerst unterhaltsam, und sie plaudern aus dem Nähkästchen, so dass die Wandertour am Set wie im Fluge vergeht.

Partybaum

Der Riesenbaum ist der Partybaum, der für Peter Jackson der Grund war, die Farm in Matamata als Filmset auszuwählen

Offenbar hat Peter Jackson die Farm primär wegen des Partybaums ausgesucht. Der wird denn auch gehegt und gepflegt, um ihn vor dem natürlichen Tod und für Jacksons nächsten Hobbit-Film zu retten. Schafe spazieren ungestört über die grasbewachsenen Höhlen. Nach der Busfahrt zurück zum Farmgebäude steht noch eine Schafschur auf dem Programm, und zu guter Letzt dürfen die Besucher Lämmchen mit der Flasche füttern. Das füllt einige Stunden auf kurzweilige Art. An einem Regentag ist es sicherlich eine ganz andere Geschichte.

Während bei der Hobbingen-Tour der Bus nur benötigt wird, um von Matamata zur Farm und dort zum Ausgangspunkt des ausgedehnten Spaziergangs zu gelangen, werden bei den organisierten Touren in und um Wellington eine Vielzahl von oft nur schwer auffindbaren Drehorten angesteuert. Wellington Rover Tours und Wellington Movie Tours sind die bekanntesten Anbieter. In Wellington fanden im eher uninteressanten Embassy Theatre zwischen 2001 und 2003 die Weltpremieren der Trilogie statt. Die Weta Caves fertigten behaarte Hobbit-Füße, Ork-Köpfe und den Alten Weidenmann an. Einige wenige Exponate sind im City & Sea Museum zu besichtigen

Neuseeland- Wellington - Hobbitfuß

Der Hobbit-Fuß ist in Wellington im Museum of City & Sea ausgestellt

Man muss schon ein totaler „Herr der Ringe“-Freak sein, wenn man sich auf eigene Faust aufmacht, um die meist frei zugänglichen Drehorte in dieser Region zu besuchen. Große Ausnahme: die Putangirua Pinnacles nordöstlich der Hauptstadt. Allein die Fahrt über die Rimutaka Hills und die Weinregion Wairarapa in Richtung Cape Palliser ist spektakulär. Von einem Parkplatz an der Küstenstraße kann man durch ein meistens ausgetrocknetes Flussbett zu den von Wind und Wasser geformten nadelförmigen Sandstein-Felsen wandern – so wie Aragorn...

Neuseeland - Putangirua Pinnacles

Putangirua Pinnacles

Genau solch ein filmunabhängiger fantastischer Drehort ist der Tongariro-Nationalpark im Zentrum der Nordinsel, Schauplatz von Mordor, der Schattenwelt des finsteren Sauron. Der konische Mt. Ngauruhoe war Mt. Doom, der Schicksalsberg, darunter die Hochebene von Gorgoroth. Der Tongariro Crossing Track durch diese farbenprächtige, fast surreale Vulkanlandschaft (siehe Extra-Geschichte) ist die großartigste Tageswanderung Neuseelands.

Edoras oder das, was die Hauptstadt von Rohan war, ist ebenso unverkennbar. Es liegt im nördlichen Zentrum der Südinsel auf einer Farm namens Mt. Potts Station. Der Hügel heißt in Wirklichkeit Mt. Sunday. Im Gegensatz zu den „Zwei Türmen“ am Kawarau River entstand diese Festung mit ihrem goldenen Schloss nicht am Computer, sondern wurde tatsächlich auf einer einsamen Endmoräne im weiten und von schneebedeckten Bergen umgebenen Rangitata-Tal gebaut. Die Bauarbeiten dauerten elf Monate und kosteten acht Millionen NZ-Dollar – und am Ende der Filmaufnahmen musste alles wieder abgerissen und die Landschaft in ihren Urzustand zurückversetzt werden. Wer heute durch den Rangitata River watet und den Mt. Sunday erklimmt, tut sich schwer, mehr als ein einziges Bohrloch im roten Granit zu entdecken.

Neuseeland - Film-Edoras

Der Berg heißt Mt. Sunday und liegt in der Region Canterbury auf der Südinsel, der Fluss heißt Rangitate River

Selbst wer es nicht wagt, die diversen Arme des zopfartig verzweigten Flusses zu durchqueren und den Hügel zu erklimmen, wird mit einem magischen Blick belohnt. Die Schotterpiste – nach der Anreise von Christchurch oder Methven bis zur Abzweigung in dem Ort Mt. Somers – führt durch eine auf Grund ihrer Monotonie schon wieder faszinierend schönen Tussock-Graslandschaft. Nach vielen Kilometern öffnet sich urplötzlich der Blick auf dieses weite Flussbett, und mittendrin ein winziger Hügel, der, je näher man ihm kommt, immer größer wird und sich schließlich als das Film-Edoras entpuppt, auch ohne Festung sofort erkennbar. Wer auf Nummer sicher gehen und ohne größeren Stress den Gipfel des Hügels erreichen möchte, kann dies im Allradfahrzeug mit Hassle Free Tours (ab Christchurch und Methven) tun.

Neuseeland - Mt Victoria mit Blick auf Wellington

Blick auf Wellington vom Mt Victoria

Wer denkt, er sei mit dem Drehort-Führer von Ian Brodie für alle Do-it-Yourself-Touren ausreichend gerüstet, wird sich bald getäuscht sehen. Manche Wegbeschreibungen sind kompliziert und/oder verworren. Zum Beispiel jene für den Mt. Victoria, den großartigsten Aussichtsberg der Hauptstadt Wellington. Dort wurden Szenen der Hobbits auf der Flucht vor den Nazgûl gefilmt, und wie sie unter dem mächtigen Wurzelwerk eines riesigen Baumes kauern. „Entlang der Straße sind mehrere Parkplätze, wählen Sie jenen auf der linken Seite 1,2 Kilometer von der Kreuzung mit der Alexandra Road, in einer weiten Rechtskurve. Der Weg links von der Straße und zu Ihrer Rechten fällt steil bergab durch einen Wald, und wenn Sie ein weiteres Mal nach rechts abbiegen, erkennen Sie den Blick sofort“, schreibt Brodie in seinem Bestseller.

Neuseeland - Mt Victoria Wald

Der Wald zwischen dem Gipfel des Mt. Victoria und der City ist der Wald, in dem gedreht wurde

Blöd bloß, dass hier alle Wege steil hinab in den Wald führen und noch dazu so ziemlich alle Bäume aussehen wie in dem Buch. 45 Minuten und drei hilfreiche Jogger weiter („Suchen Sie etwas?“ – „Haben Sie sich verlaufen?“) taucht mehr oder weniger ein Pfosten mit dem Hinweis „Lord of the Rings Filming Location“ auf. Aha. Offenbar wachsen Bäume nach Filmaufnahmen weiter... Aber eine schöne kleine Wanderung war’s. Und so ist’s mit ziemlich vielen Landstrichen in Neuseeland: Sie sehen aus wie direkt aus „Herr der Ringe“. Besonders jene, an denen nie gefilmt wurde...

 

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