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Im Badezimmer der Mönche

Noch vor dem Morgengrauen werden einige von uns munter. Irgendwo schnarcht jemand. Eingerollt in unsere Schlafsäcke liegen wir auf dicken Baumwollmatten im Gebetssaal. An Seilen aufgehängte Stoffbahnen trennen optisch den Raum für Frauen und Männer.

Myanmar Bagan
Bagan: 2000 Tempel zeugen von einer Hochkultur

Wir sind in einem Kloster, 1.800 Meter über dem Meeresspiegel. Ringsum bewaldete, teils gerodete Bergketten, dazwischen kleine Weiler, einige Dörfer, Felder, unbefestigte Wege, keine Straßen. Die Menschen hier leben ohne Strom, Wasser gibt es nur aus dem nahen Bach.

Myanmar Morgengebet
Ein Mönch beim Morgengebet

Wir gehen duschen. Das Wasser ist kalt, es kommt aus einem Trog, nur umgeben von einer Mauer mit Tür ohne Dach. Das ist das Badezimmer der Mönche. Der noch junge Abt ist schon auf den Beinen. Er schlägt den Weg zu einer kleinen Pagode ein. Sie steht auf einem nahen Hügel. Wir nehmen an, dass der Abt sein Morgengebet verrichten will und folgen ihm mit gebührendem Abstand. Oben angekommen, steht er mit dem Rücken zu uns. Vor Kälte hat er sein orangefarbenes Gewand bis über den Kopf gezogen. Dann bemerkt er uns, dreht sich um - und lächelt spitzbübisch. Mit einem Ohr hängt er an einem Transistorradio. Burma liegt doch nicht hinterm Mond.



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