Das stimmt. Paul, der Manager des alten und liebevoll gepflegten Buschrefugiums aus gelbscheinenden, auf Hochglanz polierten Milkwoodstämmen ist so vereinsamt, daß er zu allererst sämtlichen Klatsch und Tratsch aus Südafrika erzählt haben will, bevor er sich dafür entschuldigt, daß es auf den Inseln entweder auschließlich Hummer zu essen gibt oder Prawns, Riesenkrabben oder Fisch. Letzteren schon zum Frühstück als Pastete oder Frikadellen und im Auflauf. Macht ja nichts, gar nichts, aber dann wird´s kompliziert: da muß man sich nämlich, gerade allem Streß und weltlichen Ansprüchen entrückt, entscheiden, ob der nächste Tag dem Tauchen gewidmet werden soll, dem Hochseefischen oder vielleicht doch dem Fliegenfischen vom Strand aus. Oder, es geht ja noch weiter, Wasserskifahren, Schnorcheln am Riff, Schwimmen bei den Höhlen? Ach, und da muß man sich jetzt entscheiden?

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Paul läßt nicht nach, erklärt sein Insistieren mit der Logik, daß Wasseraktivitäten an vorhandenes Wasser gebunden sind. Also an die Gezeiten, soweit kann sogar der dem Denken schon entwöhnte Inselneuling noch folgen. Alle vier Stunden beginnt das Meer sich zurückzuziehen, was nicht nur in diesen Breiten ein normaler Vorgang ist. Ungewöhnlich hingegen ist die Schnelligkeit, mit der sich der Indische Ozean vor Mosambik ins Nichts verzieht. Nämlich so, als hätte jemand den Stöpsel aus der Badewanne gezogen. Und genau das kann für Paul zum Dilemma werden, wenn seine Gäste sich jetzt durchhängen lassen, nichts entscheiden und morgen Langeweile haben, weil außer Essen, Lesen, Faulenzen und höchstens mit dem Quadbike zu den Süßwasserseen am anderen Ende der Insel fahren nichts los sein wird. Sagt er und scheint das tatsächlich ernst zu meinen mit der Langeweile, doch können nur die Fischersleut´ aus Malawi zu der Zusage bewegt werden, morgen früh um fünf startklar zu sein.

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