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Der Bazaruto-Archipel vor Mosambik

Text und Fotos: Ulla Ackermann

Die Tage sind kurz im südlichen Afrika, zumindest, was ihr zweite Hälfte angeht. Schon gegen fünf Uhr am Nachmittag verdunkelt sich der Strand zwischen den langen Schatten der Palmen und die Sonne, die sich nicht entscheiden kann, ob sie golden zum Untergang scheinen will oder doch lieber pink oder rot, bläht sich noch einmal auf, bevor sie wie von unsichtbarer Hand hinter den Horizont gedrückt wird. Gleichmäßig rollen die Wellen des Indischen Ozeans an die Endlosstrände der fünf kleinen Inseln des Bazaruto Archipels vor Mosambik.

Eine verspätete Transportdhow vom acht Meilen entfernten Festland knirscht mit Schwung auf die Sandbank von Benguela und schon laufen einheimische Frauen aus den Hütten im Dorf herbei, um einen Kanister Paraffin oder einen Sack Reis zu entladen. Zurufe und Gesprächsfetzen in Xithsua, der inselüblichen Matsua-Stammessprache, schallen vom aufkommenden Wind getragen herüber.

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