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Palenque

Palenque ist der Inbegriff einer im Urwald versunkenen Maya-Stadt. Umgeben von dichtem Regenwald, befinden sich die Ruinen genau dort, wo die Berglandschaft von Chiapas in die weite Ebene der Halbinsel Yucatán übergeht. Von den Tempeln aus hat man daher einen ausgezeichneten Blick über die Wipfel der Bäume hinweg ins Tiefland.

Palenque - Weitblick über Ruinen und Land

Neben der Lage beeindrucken in Palenque vor allem die gut erhaltenen Tempelbauten der klassischen Maya-Periode. Trotz ihrer Platzierung auf pyramidenförmigen Sockeln überragen sie kaum die umgebenden Urwaldbäume. Bemerkenswert sind auch die anderswo nicht in diesem Ausmaß vorhandenen Dachverzierungen der Tempel, die der massigen Architektur eine gewisse Leichtigkeit und Verspieltheit verleihen.

Das imposanteste Gebäude ist der Tempel der Inschriften, kurz hinter dem Eingang zur Ausgrabungsstätte. Eine steile Treppe führt hinauf zu dem gut erhaltenen Tempel, in dessen Innern sich die Hieroglyphen befinden, denen er seinen Namen verdankt. Die Pyramide unter dem Tempel ist eine Besonderheit in der präkolumbianischen Architektur Mexikos, da sie eine Funktion erfüllte, die die Archäologen zwar immer gesucht, aber bis dahin nirgends gefunden hatten: Sie diente als Grabmal. Vom Tempel aus führt ein Gang 18 m tief ins Innere der Pyramide. An dessen Ende befindet sich eine Grabkammer mit einer steinernen Reliefplatte. Im Grab selbst fand der Archäologe Alberto Ruz 1951 einen sensationellen Grabschatz: Jadeschmuck und eine großartige Jademaske.

Palenque

Das zweite große Gebäude ist der sogenannte Palast, ist auf einer massiven Plattform errichtet. Durch seinen in anderen Maya-Stätten unbekannten Turm (möglicherweise ein Observatorium) ist er eine architektonische Besonderheit. An den Wänden findet man eine Vielzahl von gut erhaltenen Reliefs, Hieroglyphen und Stuckverzierungen. Rund um die beiden Hauptgebäude befinden sich zahlreiche weitere Tempel, meist auf Hügeln oder Plattformen. Einige haben die mächtigen Dachgesimse, andere sind noch im Urwald verborgen.

Neben dem Grenzübertritt nach Guatemala dient Palenque auch als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge. In Agua Azul trifft man auf sehenswerte Wasserfälle, die sich kilometerweit kaskadenförmig durch den dichten Regenwald ergießen. Das glasklare Wasser ist durch Mineralien blau und türkis gefärbt und bietet sehr gute Bademöglichkeiten. In der Nähe liegt Misol-há, ein einzelner, frei fallender Wasserfall mit 25 m Höhe.

Die Maya-Ruinen von Bonampak (erst 1946 entdeckt) liegen abseits im tropischen Regenwald. Besonders interessant sind neben der einsamen und schwer zugänglichen Lage die Wandmalereien im Tempel der Bilder, dessen Wände und Decke mit Szenen aus dem täglichen Leben der Mayas bemalt sind. Ähnlich abgelegen wie Bonampak, am Ufer des Rio Usamacinta an der Grenze zu Guatemala, liegt Yaxchilán. Diese Ruinenanlage ist weitläufig und verfügt über viele typische Gebäude und Details der Maya-Architektur: Tempel, Ballspielplatz, Reliefs, Wandmalereien. Das besondere Erlebnis aber liegt darin, sich in einer von der Außenwelt noch fast isolierten Anlage zu aufzuhalten, zu der nur wenige Besucher den Weg finden.



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