DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Mexiko Plata Taxco StraßeDieses Drama begann mit den spanischen Konquistadoren. Immer und überall auf der Suche nach sagenhaften Goldschätzen, fanden sie zwar auch in Mexiko nicht das ersehnte El Dorado, konnten sich aber dennoch nicht beschweren. Denn kaum hatten sie die Aztekenhauptstadt Tenochtitlan erobert und zerstört, stolperten sie förmlich über ein anderes Metall: Silber. Die Azteken nannten es Iztacteocuílatl, weißes Exkrement der Götter. Dass der göttliche Kot reichlich über dem Land verstreut sein musste, hatten die Spanier schon bei ihrem ersten Zusammentreffen mit den Bewohnern der Neuen Welt gemerkt.

Die kunstvollen Erzeugnisse indianischer Handwerker hielten der spanischen Gier allerdings nicht lange stand. Kaum waren die Azteken überwältigt, wurden ihre silbernen Figuren, Gefäße und Gerätschaften eingeschmolzen, um sie leichter nach Europa schaffen zu können. Dann machten sich die Spanier auf die Suche nach den Ursprüngen des Reichtums und eigneten sich die Silberminen der Azteken an. Das Erz lag dort praktisch unter der Erdoberfläche und musste nur aus dem Boden gekratzt werden.

Der Gott des Silbers

Die meisten Silberstädte fallen aus dem üblichen Rahmen lateinamerikanischer Stadtentwicklung, wo in der Regel eine übersichtliche Schachbrettstruktur vorherrscht. Hier jedoch entstanden die Siedlungen nicht nach sorgfältiger Planung in einer zugänglichen Ebene, sondern sie entwickelten sich spontan direkt über den Minen in der bergigen Landschaft. Zacatecas wölbt sich über einen riesigen Berg; breite Avenidas gehen über in enge Gassen und enden manchmal in steilen Treppenaufgängen.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 (Infos) / zur Startseite



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Mexiko




 

Twitter
RSS