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Mexiko - Sierra Madre per Eisenbahn
Durch 89 Tunnel zur Kupferschlucht

Eine spektakuläre Eisenbahnlinie durchquert
die Sierra Madre im Nordwesten Mexikos

Text und Fotos: Volker Mehnert

Die Linie "Chihuahua al Pacifico", die das tropische Tiefland von Mexiko mit der Hochebene der Sierra Madre verbindet, ist eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. 14 Stunden dauert die Fahrt auf der erst 1961 fertig gestellten Verbindung von Los Mochis hinauf nach Chihuahua. Höhepunkt der Tour ist die Barranca del Cobre, die Kupferschlucht, Teil des gewaltigsten Canyonsystems in Nordamerika.

Drei Stunden währt die Bahnfahrt in der tropisch heißen Küstenebene, wo der Zug riesige Obstplantagen durchquert. Dann beginnt der spektakuläre Aufstieg in die Sierra Madre. Die Fahrgäste haben längst alle Fensterplätze belegt; wer keinen mehr ergattern konnte, drängelt sich zu den Türen am Ende der Wagons. Langsam schraubt sich der Zug den Berg hinauf, insgesamt muss er einen Höhenunterschied von 2400 Metern bewältigen. Die Strecke ist auf waghalsige Weise in den Fels gesprengt, die Schienen verlaufen oft direkt an senkrecht aufragenden Felswänden entlang. In endlosen Kurven windet sich das Gleis den steilen Bergrücken hinauf. Der Zug ist manchmal so langsam, dass man unterwegs aussteigen und selbst zur nächsten Biegung klettern könnte, an der die Lokomotive zehn Minuten später wieder auftaucht, nachdem sie in weitem Bogen ein felsiges Hindernis umfahren hat.

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