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Mexiko im Überblick

Mexiko ist das bunteste und vielseitigste Reiseland Lateinamerikas, das neben aufregenden Berglandschaften, einsamen Wüsten, erstklassigen Badestränden und hübschen Kolonialstädten vor allem Spuren zahlreicher präkolumbianischer Kulturen zu bieten hat. In vielen Teilen des Landes treffen noch immer authentische Indio-Traditionen auf eine selbstbewußt gestaltete Moderne.

Uxmal

Uxmal

Mexiko-Stadt ist die größte Metropole des amerikanischen Kontinents und platzt aus allen Nähten. Doch inmitten dieser nervenaufreibenden Ansammlung von Häusern, Verkehr und Luftverschmutzung besitzt die Stadt ein überraschend hochklassiges kulturelles Format: Barockkirchen, Klöster und Kolonialpaläste neben innovativer moderner Architektur, unzählige Monumentalgemälde der berühmten mexikanischen Wandmalerschule sowie zahlreiche Museen mit Weltniveau.

Das Zentrale Hochland rund um die Hauptstadt zeichnet sich aus durch Berglandschaften mit gelegentlichen Vulkangipfeln sowie durch viele gut erhaltene Kolonialstädte, in deren Zentrum das Leben noch einen behäbigen Gang geht. Guadalajara, Puebla und Querétaro sind schon urbaner geprägt, während es in Guanajuato oder Pátzcuaro noch recht ländlich zugeht. Die schönsten Relikte aus präkolumbianischer Zeit sind erhalten in Teotihuacán, Cacaxtla und Xochicalco.

Die Golfküste ist die eigentliche Wiege der mesoamerikanischen Indio-Kulturen, deren eindrucksvollste Hinterlassenschaft hier die Ruinenanlage El Tajín ist. In der tropisch-schwülen Küstenebene findet man vorwiegend Plantagen und vielerorts Erdölfelder sowie zahlreiche schöne Strände. Bester Ausgangspunkt für Reisen am Golf ist Veracruz , eine Hafenstadt, deren fröhliches Flair den Besucher unmittelbar in die Karibik versetzt.

Die Halbinsel wird neuerdings vom Luxus-Badeort Cancún aus erschlossen. Im Hinterland aber leben noch die Mayas wie vor tausend Jahren, auch wenn sie sich schon längst aus den grandiosen Zeremonialzentren zurückgezogen haben, die ihre Vorfahren auf rätselhafte Weise errichteten. Yucatán ist das Land der Pyramiden und präkolumbianischen Paläste, der Ruinen und versunkenen Maya-Städte - ein archäologisches Paradies, wie es auf dem ganzen Kontinent einmalig ist.

Die Südliche Sierra Madre ist auch heute noch schwer zugänglich, Fahrten durchs Gebirge sind beschwerlich und dauern lange. Abseits der wenigen Städte sind die Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca ländlich, arm und landschaftlich oft atemberaubend schön. Außerdem trifft man hier noch auf so viel authentische Indio-Kultur wie nirgendwo sonst im Land. Mit Oaxaca und San Cristóbal de las Casas hat die Region auch zwei der buntesten und lebendigsten Kolonialstädte Mexikos aufzuweisen.

Die Pazifikküste war einst Ausgangspunkt des mexikanischen Badetourismus und ist heute ein Hort der Pauschalurlauber. Trotzdem findet man auch in den voll ausgebauten Ferienzentren Acapulco, Ixtapa, Puerto Vallarta und Mazatlán noch genügend Nischen für einen individuellen Badeurlaub. Daneben gibt es genügend einsame Strände, an denen sich Rucksack-Cliquen aus Nordamerika und Europa ein Stelldichein geben.

Der Grosse Norden besteht aus scheinbar endlosen Wüsten, steinigen Prärien und wilden Berglandschaften und hat das Mexiko-Bild der Wildwestfilme geprägt. Auf stundenlangen Busfahrten bekommt man ein Gefühl für die Weite dieses Landesteils, der wenig klassische touristische Höhepunkte zu bieten hat. Ausnahme ist die spektakuläre Bahnfahrt zum Kupfercanyon, die das Herzstück jeder Reise durch den Norden bilden sollte.

Die Halbinsel Baja California ist berühmt wegen ihrer Badeorte an der Südspitze, die allerdings inzwischen fast vollständig amerikanisiert sind. Authentisches Mexiko findet man dagegen entlang der Nationalstraße 1, die die gesamte Halbinsel durchquert: kleine Dörfer in karger Landschaft, Kakteenwälder, bizarre Lavafelder und Vulkane. Und wenn die Straße die Küste berührt, trifft man auf traumhafte Pazifikstrände wie aus dem Bilderbuch.

Volker Mehnert

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