DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Tourismus mit Doppelgesicht

Mazedonien Ohrid Ufer des Prespa-SeesRund um den See haben vor 600, 700 Jahren, als die Osmanen das Land beherrschten, Christen ihre Kirchen in den Schutz von Höhlen gebaut. Noch davor, im 11. Jahrhundert, hat schräg gegenüber der Insel Mal Grad ein Eremit seine Behausung in eine Felsspalte geschlagen. Eine brüchige Leiter führt hoch in die Höhle, die einst die Kirche St. Evangelismo war. Darüber, nur über Felsen kraxelnd zu erreichen, lag die Wohnung des freiwillig Vereinsamten, und noch einmal höher, 30 Meter über dem Strand, seine Vorratsräume - näher mein Gott zu dir.

Berühmt ist der Prespa-See (Foto rechts) für seine Karpfen. Folgerichtig serviert Frau Miscello in Gorica den Dicken erst in Stücken, frittiert, dann in der Tonschüssel, mit dem Rogen, viel Lorbeer und einer säuerlichen Soße überbacken. Die Pension der Miscellos ist ziemlich neu. Die sauberen Zimmer sind mit Sofakissen und Nippes verziert, halb persönlich, als hätten die eigenen Kinder hier ihr Reich. "So ganz ausschließen können wir das am Ende nicht", knurrt Spase.

Mazedonien Ohrid Terrasse
Idyllische Terrasse am See

Der Tourismus in Albanien zeigt ein eigenartiges Doppelgesicht: Hier ein paar nagelneue, hochmoderne Ferienanlagen, dort die Mehrzahl der einfachen und einfachsten Pensionen und Hotels. Die Zimmer im größten Hotel von Pogradez haben Fernseher - aber abends dauert es eine ganze Weile, bis der Mitarbeiter aufgetrieben wird, der Englisch spricht.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 (Infos) / zur Startseite



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel




 

Twitter
RSS