DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Tropische Träume aus Zucker und Vanille

Mauritius Blick aufs Meer

Exotische Mixturen auf der Insel Mauritius

Text und Fotos: Volker Mehnert

Es gibt viele Trauminseln in der Südsee, in der Karibik, im Indischen Ozean - warum also ausgerechnet Mauritius? Ganz einfach: Der Traum hier ist ein besonderer, ohne die Gefahr des Abdriftens in den Albtraum von Slums und schlimmer Armut, sobald man die Hotelanlage verlässt. Mauritius ist wie der Traum am Sonntagmorgen, kurz nach dem ersten Aufwachen, nachdem man noch einmal kurz weggedämmert ist. Ein Traum, den man ohne Reue genießen kann und der ohne Brüche in einen freundlichen Alltag übergeht.

Mauri
Keine Fata Morgana sondern Wirklichkeit

Man liegt auf dem Rücken im warmen Wasser, wiegt sich in den Wellen des Indischen Ozeans und lässt sich Geschichten erzählen. Denn Le Morne Brabant, der schwarze Vulkanfelsen, der hinter dem Strand von Dinarobin senkrecht aufragt, erzählt Geschichten. Manchmal sind es tagesaktuelle Nachrichten von Wind und Wetter, manchmal düstere Legenden aus der Vergangenheit. An besonderen Tagen berichtet er von einer Tragödie aus den Tagen der Sklaverei: Entlaufene Sklaven hatten sich auf dem Berg versteckt, und als uniformierte Soldaten anrückten, um ihnen die offizielle Abschaffung der Sklaverei zu verkünden, stürzten sie sich aus Angst vor erneuter Zwangsarbeit in den Tod. Dann wieder lädt der Berg zur Träumerei ein, wenn man die erodierten Abhänge, die durchlöcherten Steilstücke und die düsteren Höhlen vor Augen hat, wenn sich tropische Schauer über ihm bilden oder die Sonne spektakulär hinter ihm auftaucht. Das Bild des Berges kann sich im Minutentakt ändern: Er zieht Wolken an, stößt sie ab, nebelt sich ein und pustet sich wieder frei.

Optimistische Tropen

Mauritius Wolken
An diesem Strand darf sich jeder ausruhen

Wer genug hat von den Illusionen rund um Le Morne, der wendet sich den Menschen von Mauritius zu. Hier hört man hauptsächlich optimistische Reden und erhält zuversichtliche Ausblicke in die Zukunft. Das mag überraschen in einem tropischen Entwicklungsland, doch Mauritius, noch nicht einmal vier Jahrzehnte unabhängig, wirft manches Vorurteil über den Haufen. Hier misst sich der Fortschritt nicht bloß in der Eröffnung von neuen Hotels und Golfplätzen, auch jenseits der Touristenghettos tut sich etwas. Zumal diese Ghettos eigentlich gar nicht existieren. Sie sind zumindest durchlöchert, denn alle Strände der Insel sind für jedermann zugänglich.

Mauritius Hotelpool
Blick vom Hotelpool aufs Meer

Zwischen den Luxushotels von Trou aux Biches zum Beispiel liegt ein öffentlicher Park, in den Schulklassen ihre Ausflüge machen und wo kreolische Mütter ihre kleinen Kinder zum Baden bringen.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 (Infos) / zur Startseite



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Mauritius




 

Twitter
RSS