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Reiseführer Madrid

Plaza de Cibeles

Madrid, Plaza de Cibeles

Foto: © bodo011 - Fotolia.com

Dieser Platz ist einer der neuralgischsten Punkte in Madrid, denn hier kreuzen sich der Paseo del Prado und die Calle de Alcalá. Zwischen den größtenteils aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert stammenden Bauten sticht eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert hervor, die Iglesia de San José. Die rote Backsteinfassade dieses 1742 unter der Leitung des Barockarchitekten Pedro de Ribera errichteten Bauwerks entging zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Abriss nur um Haaresbreite, denn die Gran Vía fängt unmittelbar dahinter an – ein Beweis für den architektonischen Rang, der dieser Kirche selbst von modernen Architekten noch zugemessen wurde. Der Bau war ursprünglich die Kirche eines Karmeliterkonvents, doch dieser wurde nach der Auflösung der Mönchsorden im Jahre 1836 abgerissen. Übrig blieb nur noch die von Ribera erbaute Kirche, wobei sie bei Grundriss und Fassadengestaltung der typischen Form jesuitischer Kirchen folgte.

Praktische Tipps: Plaza de Cibeles
gibt's hier...
  • Casa de América

Plaza de Cibeles 2, Tel.: 91 595 48 00, Montag bis Samstag 11.00-20.00, Sonntag und Feiertag 11.00-15.00. Eintritt frei, Metro: Banco de España.

Lateinamerikanisches Kulturinstitut mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Literatur, Musik, Film etc.


  • Restaurante Le Garage

Valenzuela 7, Tel.: 91 522 61 97, nur Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Nachmittag geöffnet, Metro: Banco de España.

Internationale, sehr exklusive Küche. 60-80 Euro pro Person.


  • Restaurante Nihil Prius

Marqués de Cubas 2, Tel.: 91 522 37 24, Sonntag geschlossen, Metro: Banco de España.

Italienische Spezialitäten, allen voran Spinatravioli und Langostinos. Ca. 50 Euro pro Person.


  • Restaurante Senzone

Plaza de la Independencia 3, Tel.: 91 432 29 11, Sonntag geschlossen, Metro: Retiro.

Haute Cusine in direkter Nähe zur Puerta de Alcalá, einem der emblematischsten Monumente der Hauptstadt. 60-80 Euro pro Person.

 

Die Plaza de Cibeles, die sich in Sichtweite des Zusammenflusses Gran Vía – calle de Alcalá öffnet, ist in architektonischer und urbanistischer Hinsicht ein symbolträchtiger Schnittpunkt: auf der einen Seite der Beginn des klassizistischen Paseo del Prado nach Süden hin, nach Norden hin der viel mehr durch modernistische Gebäude geprägte Paseo de Recoletos, und der Platz selbst mit seinen um 1900 entstandenen Bauwerken. War der Paseo del Prado ein Meisterstück des Urbanismus während der Aufklärung – er vereinte Natur und Kultur und schuf einen neuen, großzügigen öffentlichen Raum im Grünen – so galt dies in späterer Epoche ebenso für die Plaza de Cibeles. Sie markierte den Aufbruch in eine neue Zeit.

Im Jahr 1865 war nämlich in Madrid, ähnlich wie zuvor in Barcelona und anderen europäischen Städten, eine Stadterweiterung beschlossen worden. Mit dieser Stadterweiterung, genannt „Plan Castro“, sollte neues Baugelände geschaffen werden, um die im Zuge der Industrialisierung anschwellende Bevölkerung aufzunehmen. Zudem erforderten die neuen Transportmöglichkeiten in Form von Straßenbahn und bald auch U-Bahn neue verkehrstechnische Lösungen. Es ging also darum, neue Stadtviertel zu erbauen, aber auch darum, den überlasteten Verkehrsknotenpunkt Puerta del Sol zu entlasten. In diesem Zusammenhang hatte dieser Platz hier eine große Bedeutung, denn er fügte der Puerta del Sol in nächster Nähe eine zweites Verkehrszentrum hinzu.

Bis heute hat die Plaza de Cibeles diese Bedeutung behalten, sie bietet dem Betrachter aber zugleich mehrere der imposantesten Bauwerke, die es in Madrid gibt:

Kybelebrunnen (Fuente de Cibeles)

Palacio de Linares (heute Casa de América)

Das Hauptquartier des spanischen Heeres: Palacio de Buenavista

Spanische Zentralbank (Banco de España)

Das Highlight: der Palacio de Comunicaciones



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