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Reiseführer Madrid

Plaza Cánovas del Castillo

Der Platz selbst sowie der Großteil der hier befindlichen Bauwerke stammen aus dem 19. Jahrhundert, sind also nachträglich in den Paseo del Prado eingefügt worden. Die einzigen Ausnahmen sind der Bau, der heute das Prado-Museum beherbergt sowie der Palacio de Villahermosa, in dem die Sammlung des Thyssen-Bornemisza-Museums untergebracht ist.

Der Platz ist nach dem spanischen Ministerpräsidenten Antonio Cánovas del Castillo benannt, ab 1874 der politisch Hauptverantwortliche für die Wiederherstellung der Monarchie nach sechs Jahren Republik. Aufgrund seiner politischen Verdienste um die Aussöhnung zwischen Konservativen und Liberalen erhielt diese Anlage 1895 seinen Namen. Nur zwei Jahre später wurde der konservative Politiker in einem spanischen Kurort jedoch von einem italienischen Anarchisten ermordet – ein Schicksal, das der Spanier mit dem deutsch-österreichischen Mythos Sissy teilte.

Praktische Tipps zu: Paseo del Prado+Plaza Cánovas+Museo del Prado+Thyssen-Bornemisza+Caixa Forum
gibt's hier...
  • Bar Taberna de los Conspiradores

Moratín 33, Internet: www.conspiradores.com, täglich 13.00-16.00 und 21.00-01.00, Metro: Atocha
Auf der Seite von Huertas gelegene Mischung aus Bar, Restaurant und Taverne mit ambitioniertem Konzept. Es gibt nicht nur traditionell spanische Küche zu zivilen Preisen, sondern auch ein veritables Kulturprogramm, dessen Epizentrum dieses Lokal ist. Von einem eigenen Radioprogramm bis hin zu Ausstellungen und Lesungen.

  • Bolsa de Madrid (Madrider Börse)

Plaza de la Lealtad, Tel.: 91 589 22 64, Email: info@bolsamadrid.es, Internet: www.bolsamadrid.es, Individualbesuche nach vorheriger Anmeldung jeden Donnerstag um 12.00, Gruppenbesuche Montag bis Freitag ab 10.00, Metro: Banco de España, Atocha.
Ein Besuch lohnt sich nicht nur, um die Architektur aus dem späten 19. Jahrhundert zu bewundern, sondern auch um dem Treiben einer der wichtigsten europäischen Börsen beizuwohnen.

  • Caixa Forum

Paseo del Prado 36, Tel.: 91 330 73 00, täglich von 10.00-20.00, Eintritt frei, Metro: Atocha.
2008 eröffneter Ausstellungsraum, gesponsert von der katalanischen Bank La Caixa.

  • Congreso de los Diputados (spanisches Parlament)

Carrera de San Jerónimo/ Plaza de las Cortes, Tel. 91 390 65 25 (für Gruppenbesuche), Besuche nach vorheriger Terminabsprache von Montag bis Freitag 9.00-14.30 und 16.00-18.30, Individualbesuche samstags 10.00-12.30 (ohne Möglichkeit der vorherigen Terminabsprache, Metro: Sevilla, Banco de España.
Das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete spanische Parlament verfügt über diverse Höhepunkte. So zum Beispiel die aus den Kanonen eines spanisch-marokkanischen Krieges gegossenen Bronzelöwen, die den Eingang flankieren.

  • Galería La Fábrica 1 + 2

Alameda 9, Verónica 13, Tel.: 91 360 13 25, Internet: www.lafabricagaleria.com, Montag bis Donnerstag 09.00-14.30, Freitag 09.00-15.00, Metro: Atocha.
Galerien, die sich der zeitgenössischen Kunst und dabei besonders den Schwerpunkten Fotografie und Video verschrieben haben.

  • Jardín Botánico (Botanischer Garten)

Plaza de Murillo 2 (direkt neben Nebeneingang Prado), Tel.: 91 420 30 17, täglich 10.00-19.00, Eintritt: 2,-€ (ermäßigt 1.-€), Metro: Atocha, Banco de España.
Unter den Bourbonen im späten 18. Jahrhundert angelegter Botanischer Garten, der einige der ersten Exemplare nach Europa importierter südamerikanischer Pflanzen beherbergt.

  • Museo de Artes Decorativas

Montalbán 12, Tel.: 91 532 64 99, Dienstag bis Samstag 9.30-15.00, Sonntag 10.00-15.00, Eintritt: 2,40€ (ermäßigt 1,20€), Metro: Banco de España.
Kunsthandwerksmuseum mit Keramik, Mobiliar, Teppichen vom 15. bis zum 19. Jahrhundert.

  • Museo del Prado

Paseo del Prado, Tel.: 902 10 70 77, Dienstag bis Sonntag 9.00-20.00, Eintritt: 6.-€, freier Eintritt von Dienstag bis Samstag 18.00-20.00 und sonntags 17.00-20.00, Metro: Atocha, Banco de España.
Ein Muss für alle Kunstliebhaber und Fans der spanischen Malerei.

  • Museo Naval (Schifffahrtsmuseum)

Paseo del Prado 5, Tel.: 91 523 87 89, Dienstag bis Sonntag 10.00-14.00, Eintritt frei, Metro: Banco de España, Atocha.
Zahlreiche Ausstellungsstücke, die die Geschichte der spanischen Schifffahrt illustrieren. Auf der Amerikareise Kolumbus´ angefertigte Weltkarte des Juan de la Cosa als interessantestes Exponat. 

 

  • Museo Thyssen-Bornemisza

Paseo del Prado 8, Tel.: 91 369 01 51, Dienstag bis Sonntag 10.00-19.00, Montag geschlossen, Eintritt: 6.-€, Metro: Atocha, Banco de España.
Seit 1992 in Madrid ansässige Sammlung des Barons Thyssen mit den Schwerpunkten Impressionismus, Expressionismus und Konstruktivismus.

  • Parque del Retiro (Retiro-Park)

Täglich von 09.00-21.00, im Winter von 09.00-20.00.
Der Innenstadtpark schlechthin, auf dem Gelände des heute nicht mehr existierenden, habsburgischen Retiro-Palastes aus dem 17. Jahrhundert. Ideal für Spaziergänger, aber auch für Freunde anderer Aktivitäten wie Paddelbootfahren auf dem See, Ausstellungen in den Pavillons aus dem 19. Jahrhundert sowie Marionettentheater für die Kleinen.

  • Restaurante Asador Frontón III

Montalbán 9, Tel.: 91 521 02 77, täglich 12.00-16.00 und 21.00-00.00, Metro: Banco de España, Retiro.
Erstklassiges Restaurant zwischen Prado und Retiro-Park, das auf baskische Spezialitäten ausgerichtet ist. Elegant und für den etwas dickeren Geldbeutel (ca. 60 Euro pro Person).

  • Restaurante/ Cafetería East 47 im Hotel Villareal

Plaza de las Cortes 10, Tel.: 91 420 37 67, täglich 11.00-01.00, Metro: Banco de España, Sevilla
Geräumiges und angenehm-ruhiges Hotelrestaurant direkt gegenüber des spanischen Parlaments. Sowohl gutes Frühstück als auch warme Mahlzeiten mit dem Schwerpunkt auf Fisch und Pastete. Ca. 60 Euro pro Person.

  • Restaurante Edelweiß

Jovellanos 7, Tel.: 91 532 33 83, täglich 12.30-16.00 und 20.30-01.00. Sonntagabend geschlossen, Metro: Sevilla, Banco de España.
Elegantes Restaurant in nächster Nähe zum Parlament. Deutsche und spanische Küche, mit der hauseigenen Spezialität Eisbein. Ein interessanter Abstecher, wenn man wissen möchte, wie deutsche Küche außerhalb Mallorcas in Szene gesetzt wird. Ca. 35.-€ pro Person.

  • Restaurante Horcher

Alfonso XII 6, Tel.: 91 522 07 31, Montag bis Samstag 13.30-16.00 und 20.30-00.00, sonntags geschlossen, Metro: Retiro.
Legendäres Restaurant, das mitten im Zweiten Weltkrieg von Berlin nach Madrid verlegt wurde – ein Geschäftstransfer, der angeblich auf den Tipp eines deutschen Generals zurückging. Mit Sicherheit eines der edelsten Restaurants in ganz Madrid, mit internationaler Küche und zahlreichen Wildspezialitäten. Wer hier nach dem vorrausichtlichen Preis fragen muss, kann sich ein Essen im Horcher nicht leisten.

  • Taberna La Platería

Moratín 49, täglich 21.00-01.00, Metro: Atocha.
Unspektakuläre Taverne, die in der warmen Jahreszeit aber über ein schönes Straßencafé mit privilegiertem Blick auf den Paseo del Prado verfügt. Nur 100 Meter abseits der touristischen Rennstrecke um das Prado-Museum - und schon lässt es sich gemütlich-unbehelligt sitzen.

 

Fuente de Neptuno (Neptunbrunnen)
Das zentrale Monument auf der Plaza Cánovas del Castillo ist der Neptunbrunnen (Fuente de Neptuno) direkt in der Mitte des Platzes. Wie die benachbarten Kybele- und Apollo-Brunnen war er in der Zeit Karls III. angefertigt worden und somit ein wichtiges Element des Skulpturenprogramms des Paseo del Prado. Er gilt als einer der schönsten Brunnen in ganz Spanien, und nicht zuletzt deshalb heißt dieser Platz im Volksmund bis heute Plaza de Neptuno.
Das Motiv des von Pascal de Mena geschaffenen Brunnens ist, wie bei den anderen eben genannten Brunnen auch, eine antike Gottheit, ein typisches Motiv der Aufklärung und des Klassizismus. Im Zentrum des Brunnenensembles steht eine Statue des römischen Meeresgottes Neptun, der seine Symbole Dreizack und Schlange in der Hand hält. Der Gott selbst sitzt auf einer Art Kutsche, die aus einer Muschel besteht und von Seepferden gezogen wird. Der Rest des Monuments imitiert die Form des Meeres, aus dem mehrere Delphine ihren Kopf herausstrecken. Bei der Erbauung des Paseo del Prado stand der Brunnen am äußeren Rand des Platzes, wurde aber nachträglich (ähnlich wie der Kybele-Brunnen) aus ästhetischen Gründen in die Mitte versetzt.

Hotel Ritz
Dieses Hotel wurde im Jahr 1910 von einem französischen Architekten als erstes wirkliches Luxushotel Madrids gebaut, etwa zeitgleich mit dem Hotel Adlon in Berlin. Es befindet sich an der Nordostseite der Plaza Cánovas del Castillo. Der Bau dieses Etablissements stand dabei in engem Zusammenhang mit anderen Hotelbauten in der Umgebung (Hotel Palace und Hotel Mediodía), die alle unmittelbar nach der Fertigstellung des Atocha-Bahnhofes entstanden. Der Zweck dieser Nobelherbergen bestand neben der architektonischen Repräsentation auch darin, begüterten Zugreisenden eine angemessene Übernachtungsgelegenheit zu bieten.

Museo Naval (Schifffahrtsmuseum)
Dieses Museum, direkt hinter dem Hotel Ritz, wurde im späten 18. Jahrhundert durch einen Marine-Staatssekretär Karls III. geplant. Die Sammlung aus den Beständen der spanischen Kriegsmarine wechselte im 19. Jahrhundert jedoch mehrmals die Behausung und landete schließlich erst 1930 definitiv in dem hiesigen Gebäude, bis dato Hauptquartier der spanischen Armada. In seinem Inneren gibt es Schifffahrtskarten aus der Zeit der Katholischen Könige und späteren Epochen zu sehen, ebenso wie Entwürfe zu ersten U-Booten. Das berühmteste Exponat ist eine Weltkarte aus dem Jahr 1500, auf der zum ersten Mal die Küste Amerikas abgebildet ist. Angefertigt wurde sie von einem Begleiter Kolumbus´, Juan de la Cosa.

La Bolsa de Madrid (Madrider Börse)
Die Madrider Börse war im Jahr 1831 durch ein Dekret Ferdinands VII. gegründet worden, doch in den folgenden Jahrzehnten wechselte sie mehrmals ihren Aufenthaltsort. Der definitive Sitz an hiesiger Stelle wurde im Jahr 1891 eingeweiht und ist ein Werk des Architekten Enrique María Repullés.

Monumento para los caídos del 2 de mayo (Monument für die Gefallenen des 2. Mai 1808)

Madrid, Obelisco 2 de Mayo


In der Mitte eines umzäunten Areals erhebt sich ein Obelisk, der an ein zentrales Ereignis der spanischen und speziell der madrilenischen Geschichte erinnert: den Volksaufstand gegen Napoleon am 2. Mai 1808. In diesem Jahr hatten französische Truppen nach und nach alle wichtigen Städte Spaniens besetzt. Eigentlich hatten die spanischen Bourbonen Napoleon nur den Durchmarsch in Richtung Portugal gewährt. Dieses Land war für den französischen Kaiser von extrem wichtiger Bedeutung, um die Handelsblockade gegen England durchzudrücken und sämtliche europäische Häfen für englische Handelsschiffe zu sperren. Doch der Durchmarsch der Franzosen geriet sehr schnell zur Besatzung Spaniens. Die überstürzte Abreise der korrupten und inkompetenten Königsfamilie, inmitten chaotischer interner Machtkämpfe, brachte das Fass zum Überlaufen. Gegen die französischen Besatzer erhob sich zuerst in der Hauptstadt Madrid eine wütende Volksmenge, die den übermächtigen napoleonischen Truppen vor allem in den traditionellen Stadtteilen Lavapiés und Latina eine gewalttätige Straßenschlacht lieferte. Nach einem blutigen Gemetzel wurden die Franzosen der Erhebung schließlich Herr und ließen noch in derselben Nacht die vermeintlichen Rädelsführer der Rebellion standrechtlich erschießen. Goya verewigte dieses Ereignis in einem seiner berühmtesten Werke, das heute im Prado-Museum zu sehen ist.

Nach der Vertreibung der Franzosen im Jahre 1813 beschloss das Parlament in der südspanischen Stadt Cádiz, die Patrioten des Mai 1808 mit einem Monument in der Hauptstadt zu ehren. Der Obelisk, ein Werk des Bildhauers Isidro González Velázquez, erinnert an seiner Rückseite symbolisch an das heldenhafte Verhalten des Madrider Volkes. Das Relief eines Löwen sowie vier Statuen, die den Mut, die Tugend, die Ausdauer und den Patriotismus darstellen, verweisen künstlerisch auf das damalige Ereignis. Die Befehlshaber der Aufständischen, Daoiz und Velarde, sind unter dem Obelisken beerdigt und damit auch genau am Ort ihrer Exekution.

 



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