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Lemuren mit Ringelschwanz

Madagaskar BaobabEine Wanderung durch das Schutzgebiet führt uns direkt an einem provisorischen Bara-Grab vorbei. Das viehzüchtende Volk hat sein eigenes Bestattungs-System: Die Toten werden zunächst in einer natürlichen Höhle am Fuß des Berges beerdigt. Erst nach drei bis vier Jahren erfolgt – im Rahmen eines großen Festes – eine endgültige Leichenumbettung in ein höher gelegenes Höhlengrab. Je reicher zu Lebzeiten, desto näher dem Himmel wird der Verstorbene seine letzte Ruhe finden.

Auf einem Felsen in der Nähe tummelt sich eine Horde Kattas. Mit ihrem langen Ringelschwanz, der als Duftwedel, Balancierstange und Signalfahne dient, sehen diese Lemuren aus wie eine Mischung aus Katze, Waschbär und Eichhörnchen. Ganz im Sinne der Tourismuswirtschaft, vor Meeresfrüchten und nach Gewürzen heute Madagaskars zweitwichtigste Devisen-Quelle, tun sie das, was wir von ihnen erwarten: Sie lehnen sich mit ausgebreiteten Armen und Beinen zurück, lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen und sehen dabei unheimlich niedlich aus.

Gerade noch rechtzeitig erreichen wir eines der Wahrzeichen Madagaskars: Im letzten Licht des Tages fährt eine Familie mit ihrem Zebu-Karren durch die Baobab-Allee (Foto oben rechts) nach Hause. Die Sonne streckt noch einmal ihre gold-gelben Finger aus und streicht sanft über die Zuckerrohrfelder. Der Himmel spiegelt sich im Wasser der Tümpel und die riesigen Baobabs werfen endlos lange Schatten. Der Affenbrotbaum ist der berühmteste Baum Afrikas. Auf dem Festland gibt es gerade mal eine Art, auf Madagaskar sieben. Der Andansonia Grandidieri mit dem unglaublich dicken Stamm ist der größte seiner Art. Er wird bis zu 30 Meter hoch, manchmal 1000 Jahre alt und wächst nur hier: in der 5-Sterne-Natur.



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