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Arche Noah Madagaskar

Es wird Zeit, die derart bedrohten Schätze des Landes zu entdecken. Tatsächlich, wir fühlen uns wie Schatzsucher auf dieser Insel, wo weit mehr als nur der Pfeffer wächst. Wo in grandiosen Landschaften zwischen feinsandigen Stränden, Mangrovenküsten und bis 2800 Meter hohen Bergen Pflanzen und Tiere leben, die zu achtzig Prozent endemisch sind. Dank ihrer langen Isolation, knapp 400 Kilometer östlich vom südlichen Afrika, konnten sich die "Ureinwohner" aus Fauna und Flora ungestört entwickeln. Wie der Riesenvogel Aepyornis, der "Vogel Rock" aus Sindbads Erzählungen. Zwar ist er seit einigen hundert Jahren ausgestorben, aber die Schalen seiner Eier werden noch immer in der Erde im Süden der Insel gefunden.

Madagaskar Süden Chamäleon
Ein Teil der "Arche Noah": das Chamäleon

Die überlebenden Bewohner der "Arche Noah Madagaskar" füllen ein ganzes Biologiebuch: 300 Reptilienarten, darunter 40 Chamäleon- und 150 Froscharten, 100 Säugetier- und unzählige Insektenspezies.

Madagaskar Süden BaobabMehr als 8000 blütentragende Pflanzenarten, unter ihnen die insektenfressende Kannenpflanze Nepenthes madagascariensis, 1200 Orchideenarten und eine Vielzahl kaum erforschter Heilpflanzen sind in Madagaskar heimisch. Einer der markantesten Bäume überhaupt, der Baobab oder Affenbrotbaum (Foto rechts) – der aussieht, als ob er umgekehrt, mit den Wurzeln gen Himmel, wächst, ist mit sieben von weltweit acht Arten vertreten. Sechs Spezies wachsen ausschließlich in Madagaskar. Bei der Küstenstadt Morondava im Westen der Insel präsentieren sich diese wertvollen und geheiligten Bäume besonders eindrucksvoll auf der „Baobab-Allee“.

Rund ein Dutzend Nationalparks und fast dreimal so viele, meist private Reservate gewähren den Besuchern einen Blick auf diesen Reichtum. Auf unserer Reise konnten wir einige der Refugien von Flora und Fauna bestaunen. Vor allem die Lemuren, die Nachkommen des am höchsten entwickelten gemeinsamen Vorfahren von Menschenaffen und Homo Sapiens hatten es uns angetan. Die exotisch klingenden Namen der Tiere des Regenwalds stehen längst in unseren Tagebüchern, und wir sind froh, dass wir den Indri-Indri, Rotstirnmaki und den Goldenen Bambuslemur, das Parsonii-Chamäleon und Uroplatus, den Plattschwanzgecko und den winzigen Mantella-Frosch - nur ein kleiner Ausschnitt der Artenvielfalt - auch auf Film und Digitalspeicher „einfangen“ konnten.



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