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Heute lebt die Bevölkerung hauptsächlich vom Fischfang. Aber auch kleine Landwirtschaften sind anzutreffen: ein paar Schweine, ein, zwei Kühe. Ihre Weiden und Felder hatten sie auf der anderen Seite des Haffs, in der heutigen Niederung.

Fahren wir weiter, die alte Poststraße entlang, auf der schon Königin Luise vor Napoleon flüchtete und kommen nach Schwarzort. Schwarzort (Juodkrante), ebenfalls ein beliebter Badeort, wirkt eine Nummer ruhiger und einfacher als Nidden, auch wird der Ort nicht von vielen Ausflugsdampfern mit Tagestouristen angefahren. Alles ist etwas beschaulicher, vielleicht sogar erholsamer.
Am alten Bernsteinhafen ist nicht mehr viel los, nur ein paar Fischerboote dümpeln am Kai, neben ein, zwei Booten für die Touristen, sowie ein Kuhrenkahn. Einiges an Pensionen und kleinen Hotels gibt es direkt im Ortskern, einige wenige größere Häuser sind geschickt im Wald versteckt. Die wunderschön restaurierten, alten Fischerhäuser und Katen werden meist als kleine Lädchen genutzt, in denen Kunstgewerbliches an Touristen verkauft wird.

Hier, wie in Nidden, sind nur wenige sozialistische Bausünden im Plattenbaustil zu finden und wenn, dann zwischen Bäumen versteckt. Grund hierfür ist sicherlich, dass die Nehrung zu sowjetischer Zeit ein geschlossenes Gebiet war, das man nur mit Sondergenehmigung betreten durfte.

Litauen / Kurische Nehrung 8

Die bekannteste Anmerkung über die Kurische Nehrung prägte Wilhelm von Humboldt: "Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie eigentlich ebenso gut als Spanien und Italien gesehen gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll." 1809 lernte er die Nehrung kennen: 24 Stunden lang, einen Tag und eine mondhelle Nacht, immer am Seestrand entlang, immer mit einem Rade im Wasser.

Litauen / Kurische Nehrung 9

Wer sich die Zeit nimmt zu verweilen, wird die Nehrung mit allen seinen Sinnen in sich aufnehmen und diese Bilder, diese Farben, diesen speziellen, mit Kiefernharz gewürzten Salzgeschmack, den Geruch des sandigen Windes nie mehr vergessen.

 

Website der Autorin: http://www.das-polen-magazin.de



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