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Zum Meer, zum Badestrand an der Ostseeküste hat man in Nidden ein ganzes Stück zu laufen, fast vier Kilometer, denn unweit von Nidden, am Bullwikscher Haken ist die breiteste Stelle der Nehrung. Erst am Leuchtturm auf dem Urbos Kalnas vorbei, recht steil bergauf und dann im ganz langen Schlag allmählich bergab bis zur Küste. Fast vom Scheitelpunkt der Höhe hört man das Rauschen des Meeres. Das war es, was Thomas Mann so sehr an der Nehrung schätzte, dass er sich hier ein Sommerhaus baute: das allgegenwärtige Meeresrauschen. Sobald er sein Haus zum Spaziergang verließ, oder mit der Pferdekutsche abgefahren war, begleitete ihn diese stetige Gleichförmigkeit.

Zwar ist der Strand in Ortsnähe bevölkert, aber das verliert sich hier auf der Nehrung mit den fast hundert Kilometern Sandstrand, dem längsten Europas. Oft herrscht hier auch im Sommer ziemlich starker Wind an der See, der auch große Sommerhitze erträglich macht. Nur das Wasser wird hier nie so sehr warm, denn eine kalte Strömung geht an der Nehrung vorbei. Hier findet man im Strandgut Bernstein, doch darf man nicht zu spät kommen, sonst entdeckt man nur noch winzige Bröckchen. Falls die Beute für den Rückweg zu Fuß zu schwer wird, kann man auch für einen Spottpreis von der Bushaltestelle an der Straße aus mit einem kleinen Sammeltaxis nach Nidden zurück fahren, oder man mietet sich gleich Fahrräder.

Litauen / Kurische Nehrung 5
Sollte man sich nicht entgehen lassen:
Haffpartie auf dem Kurenkahn,
dem traditionellen Fischerboot

Meist plätschert das Haff nur schlapp ans Ufer, manchmal ist es aber gar kein so niedliches Planschbecken. Viel Wind bringt auch hier einen Seegang zustande, der die Fischerboote ordentlich stampfen und rollen lässt. Bei ruhigem Wasser sollte man sich einen Segeltörn auf dem Haff mit einem alten Kurenkahn nicht entgehen lassen, nach drüben auf die andere Seite des Haffs, in die Minge oder zum Windenburger Eck.



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