
Klaipeda - Hafen, Handel und Ännchen von Tharau
Text und Fotos: Brigitte Jäger-Dabek
Klaipeda, so der litauische Name der Stadt Memel im Westen Litauens, kann auf eine wechselvolle Geschichte zurück blicken, in der auch die Deutschen eine Rolle spielten, zuletzt als Besatzer von 1939-45. Seit 1991 gehört die Stadt zum unabhängigen Litauen. Wie im ganzen Land ist auch hier deutlich eine Aufbruchstimmung zu spüren. Brigitte Jäger-Dabek war dort und fand eine richtige Boomtown mit vielen Facetten vor.
Urlaub in einer Hafenstadt? Warum nicht, Klaipeda liegt günstig, wenn man Westlitauen, die litauische Ostseeküste und die Kurische Nehrung erkunden will. Erreichen kann man das alte Memel per Zug, Bus, Flugzeug über Palanga und per Fähre von Kiel aus.

Auf der Dange
in Klaipedas Zentrum
Am schönsten ist Klaipeda, wenn man über den Kaliningradskaje Oblast anreist. Wie man diese Stadt dann genießt! Dieses bunte, so offensichtlich freudvolle Leben einer selbstbewussten Gesellschaft, all die liebevoll restaurierten Häuser, die phantasievollen Dekorationen von privaten Häuserfronten, die farbigen Schaufenster der Läden, der gepflegte Eindruck der ganzen Stadt!

Ein Blick in
die Memeler Altstadt von der
nur wenig den Krieg überstand
Was für
ein Unterschied, wie sehr hat die Entwicklung diese beiden Teile
der ehemaligen Sowjetunion auseinanderdriften lassen. So, wie die
Einwohner mit ihrem Klaipeda umgehen, wie sie diese Stadt hegen
und pflegen, sich mit ihr identifizieren haben sie einen Kontrast
zur Tristesse des Königsberger Gebietes geschaffen, der größer
kaum sein könnte.
Wenn man diese Stadt so erlebt, saugt man sie begierig in sich auf,
so froh ist man über diesen gänzlich gegensätzlichen
Entwurf einer Entwicklung.
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