DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Eine Hochburg des Jugendstils

Circa fünfundzwanzig Kilometer sind es von Jurmala in die Hauptstadt des Landes, am günstigsten ist die Reise per Zug. „In der Zwischenkriegszeit, insbesondere in den zwanziger Jahren, war Riga wirtschaftlich gleichauf mit Großstädten in Dänemark oder Finnland“, berichtet Andris Gobinš. Eine Tradition, an der man gerne wieder anknüpfen möchte - doch das Erbe der sowjetischen Zeit lastet noch immer auf der Stadt, die vor mehr als achthundert Jahren vom Bremer Domherrn Albrecht von Buxthoeven gegründet wurde.

Lettland riga Jugendstil
Jugendstilfassade in der Rigaer Neustadt

Lettland Riga FreiheitsdenkmalIronie der Geschichte: Der Vater des genialen Agitprop-Regisseurs Sergej Eisenstein wirkte in Riga als Architekt - und schuf viele der faszinierenden Jugendstil-Bauten, die heute Besucher aus aller Welt in die Alberta und die Elisabeth-Straße locken - und die einer der Gründe dafür sind, dass Riga im Jahr 1997 ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Die schlanke Dame der Freiheit

Auf dem Weg zwischen der restaurierten Neustadt Rigas, in der sich die vielen Jugendstilgebäude befinden, und der belebten Altstadt, die während des Zweiten Weltkriegs leider zu weiten Teilen zerstört wurde, passiert der Besucher das Freiheitsdenkmal (siehe Foto rechts). Eine schlanke Dame, die drei Sterne nach oben hält - darunter ein Sockel, der zahlreiche Episoden aus der lettischen Geschichte darstellt. Am besten lässt man sie sich von einem Einheimischen erklären und illustrieren. „Wenn man in der Sowjetzeit hier vor dem Freiheitsdenkmal Blumen niedergelegt hat, war das ein sicheres Ticket nach Sibirien“, berichtet Andris Gobinš, ein junger Lette, der sich aktiv für die Integration seines Landes in die Europäische Union einsetzt.



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Lettland




 

Twitter
RSS