DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Auf meinem Weg begegne ich immer wieder Menschen: zu Fuß, auf dem Rad oder zu Pferd. Sie grüßen freundlich mit einem Strahlen im Gesicht als würden sie mich kennen. Sie wirken entspannt, ausgeglichen und viel ruhiger als die Menschen in Havanna. Was ist ihr Geheimnis?

Kuba Vinales Musiker
Son und Salsa - Musik liegt in der kubanischen Luft

Nach einer scharfen Rechtskurve taucht mein Taxi wieder auf. Kontrolle überstanden, Glück gehabt. Die Fahrt kann weitergehen. „Bei Manuel wird es dir gutgehen“, verspricht Juan, „gutes Essen, warmes Wasser und nur fünfzehn Dollar die Nacht“. Er erzählt auch, dass die Dorfbewohner mittlerweile fast ausschließlich von den Touristen leben: „casas particulares“ - Privatunterkünfte, private Restaurants, Chaffeurdienste, Ausflüge und Geschäfte mit Rum und Tabak. „Das funktioniert, weil jeder mitmacht“, sagt er. Das Netzwerk der Leistungen ist lückenlos. Jeder weiß, was der andere zu bieten hat und gegenseitiges Vermitteln und Empfehlen hält alle über Wasser. „So einfach ist das, wenn man viel voneinander weiß“, sagt Juan.

Kuba ist ein Museum

Vinales - der Charme dieses kleinen verträumten Dorfes ist überwältigend. Kurz vor Sonnenuntergang betont das gelbrote Licht die ganze Pracht des Ortes: Die niedrigen Holzhäuser mit ihren Veranden, die sich entlang der Hauptstraße hinziehen, wirken einladend und lebendig, selbst die schlichte Dorfkirche aus dem 19. Jahrhundert, versprüht Glanz. Chevrolets, Studebaker, alte Chrysler: Oldtimer aus den Fünfzigern, teils voller Rostflecken, teils aufpoliert, rollen gemächlich über die Hauptstraße - Kuba ist ein Museum. Ein paar Musiker haben Bongo, Bass und Gitarre ausgepackt und senden die ersten Rhythmen in den jungen Abend. Auf den Veranden wird Domino gespielt.

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