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Kuba - Havanna
Ein Museumsbummel in der Perle der Karibik

Text und Fotos: Manfred Wöbcke

Havanna, die Hauptstadt von Kuba hat viele Bauherren: Spanische Conquistadores, neureiche Zuckerbarone, die Herren der US-amerikanischen United Fruit Company - sie alle modellierten und phantasierten nach eigen-traditionellem architektonischen Gusto. Dieses bunte und liebenswert chaotische Konglomarat diverser Baustile und Lebensarten ist heute von der UNESCO in seinem Zentrum unter Denkmalsschutz gestellt. Manfred Wöbcke ist zu einem Streifzug durch die Museen der Stadt aufgebrochen.

Kuba / Havanna / Theater
Theater in Havanna

Kuba / Havanna / AltstadtKaum eine andere karibische Stadt wird so gerühmt wie Kubas Hauptstadt, besitzt einen so großen und gut erhaltenen Stadtkern (Foto rechts) aus kolonialen Zeiten. Doch nicht nur, dass man sich in einem riesigen Open-Air-Museum wähnt, in den 500 Jahre alten Palästen und Herrenhäusern breiten die schönsten und ausgefallensten Museen ihre Schätze aus. Hier erhält man nicht nur Einblick in unterschiedliche Bereiche kubanischer Kultur und kubanischen Alltags, hier trifft man vor allen Dingen auch die Einheimischen. Ganze Schulklassen andächtig zuhörender Jungen und Mädchen, verliebte Paare und ehrwürdige Senioren. Alle gleichermaßen stolz auf ihr Land.

Mitten in La Habana Vieja, der Altstadt, und untergebracht in einem Bauwerk der Kolonialzeit ist heute die Casa Africa - eine hommage an die afrikanischen Wurzeln der Bevölkerung, die größtenteils aus Westafrika stammt und als Sklaven nach Kuba verkauft wurde. ( Calle Obrapía 157, La Habana Vieja, Di-Sa 14.30-18.30, So 9-13 Uhr, Mo geschlossen). Hier taucht der Besucher ein in die Welt afrikanischer Riten und Gebräuche, sind Throne und Götzenstatuen, Amulette und Masken versammelt. Die Ausstellungsstücke stammen aus 26 afrikanischen Staaten, viele sind Geschenke von Staatschefs anlässlich ihres Besuches in Kuba. Eine gesonderte Abteilung widmet sich den religiösen Einflüssen Afrikas auf die heutige Kultur Kubas und zeigt zahlreiche Zeremonialobjekte des Santería-Kultes. Noch immer prägt, neben den christlichen Religionen, Animismus das Leben der Kubaner, wird mit den Seelen der Verstorbenen kommuniziert, erhofft man sich den Segen wohlmeinender Götter, will den Fluch böser Geister mit Hilfe eines Priesters bannen. So gibt es Armbänder, die die Macht ihres Trägers wachsen lassen, Zepter und Schwerter, die mit geheimnisvollen Schnitzereien versehen sind.



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