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Kroatien im Überblick

Die Republik Kroatien setzt sich aus drei historischen Regionen zusammen: Kroatien, Dalmatien und Slawonien sowie einem Großteil der Halbinsel Istrien.

Die Hauptstadt (Agram) liegt rund 190 Kilometer von der Küste entfernt und gehört mit ihren historischen Bauten zu den sehenswerten Orten im Inland. Den landschaftlichen Reiz der Küste machen die unzähligen Inseln aus und das Karstgebirge, das sich nahe dem Meer schroff erhebt. Für die kulturellen Höhepunkte haben die Venezianer gesorgt. Die Mittelmeerstädte à la Venedig stammen alle aus der Blütezeit der venezianischen Kaufmannsrepublik. Von Istrien im Norden bis Dalmatien im Süden sind die Städte fast alle nach dem gleichen Muster aufgebaut. Viele wurden auf einer Insel errichtet, die nur über einen Damm mit dem Festland verbunden war. Hafen und Stadtmauer gehören ebenso zur "Grundausstattung" wie der große Stadtplatz im Zentrum, um den sich Dom, Loggia, Uhrturm und Rektorenpalast gruppieren. Hier münden die schmalen Gassenfluchten, die von hohen Steinhäusern mit flatternder Wäsche begrenzt werden. Besonders schöne Beispiele venezianisch geprägter Küstenstädte sind Porec, Rovinj, Trogir, Rab, Koper und Hvar.

Korcula

Blick auf die Stadt Korcula

Die Ursprünge des Tourismus reichen in die K- und K- Zeit zurück, in der die Oberschicht das angenehme Klima der Adria als Winterquartier entdeckte. Seit 1880 brachte die Eisenbahn Kurgäste und Badeurlauber an die Riviera nach Opatja und Rijeka. Ende der 1950er Jahre setzte der Massentourismus in den Mittelmeerländern ein, was in den 60er und 70er Jahren entlang der Küste zu einem ungeheuren Bauboom führte. Die Zahl der deutschen Urlauber, die sich jedes Jahr an der Küste erholten, ging in die Millionen. In einer ersten Phase setzte man auf Hotelstädte mit mehreren tausend Betten. Nach und nach entdeckte man ästhetische Komponenten wieder und versuchte, die Hotel- und Bungalowanlagen besser in die Landschaft zu integrieren. Die Großhotels gehören auch heute noch in das Programm der zahlreichen Pauschalanbieter. Beliebt sind aber auch Ferienhäuser und - Wohnungen, die zunehmend von Privatbesitzern vermietet werden. Sie eignen sich besonders für den Urlaub mit der ganzen Familie.

FKK hat lange Tradition in Jugoslawien. Schon in den 1930er Jahren ließ der britische König Edward VIII. auf Rab seine Hüllen fallen. Koversada in Istrien öffnete in den 1960er Jahren als erste offizielle FKK-Anlage die Tore und ist heute die größte der Welt. Rund 30 FKK-Anlagen auf der Basis von Camping, Bungalow oder Hotelübernachtung zählt Kroatien. Sie liegen oft an den schönsten Stellen der Küste. Etwa 1/3 aller FKK-Zentren Europas befinden sich damit an der Adria. Im Sommer ist das Meer ein Tummelplatz der Wassersportenthusiasten. Feizeitkapitäne und Surffreaks schätzen die guten Möglichkeiten entlang der Küste. Aber auch die Taucher wissen das klare Meer zwischen den Inseln und die felsige Küste zu würdigen, wo es unter Wasser doch noch einiges zu sehen gibt. Wer sich für den Badeurlaub allerdings weite Sandstrände vorgestellt hat, der sollte besser die gegenüberliegende Küste in Italien wählen.

Amphiheater von Pula

Das Amphitheater in Pula aus der Zeit römischer Herrschaft

Die gehört nach der Grenzziehung großteils zu Kroatien. Die sehenswerten Orte hier sind Koper, Piran, Rovinj, Opatija sowie die Hafenstadt Pula mit seinem Amphitheater und anderen Bauten aus der Zeit römischer Herrschaft. Die einstige Sommerresidenz Titos auf den Brijuni-Inseln gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen - allerdings mit langer Voranmeldung. Die kurvige Landstraße von Rijeka bis hinunter nach Dubrovnik wird als "Jadranska Magistrala" bezeichnet. Sie ist nicht nur die Haupturlaubsroute in den Süden, sondern auch wichtigste Transportstrecke entlang der Küste und dementsprechend befahren. Entlang der Route reihen sich die Urlaubsziele aneinander wie Perlen auf einer Kette. Die Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln und das karstig graue Küstengebirge macht die Strecke zu einem Erlebnis, wenn man die nötige Geduld mitbringt. Die Altstädte von Zadar, Split, Trogir und gehören zu den bedeutendsten kulturhistorischen Zielen entlang der Küste. Wer schon so weit im Süden ist, sollte auf keinen Fall einen Besuch der eindrucksvollen Krka-Wasserfälle im Hinterland von Sibenik versäumen. Autofähren verbinden die attraktiven Inseln mit dem Festland. Jede der hat ihren Reiz. Während Pag ehr karg und steinig ist, findet man auf Krk abwechslungsreiche Vegetation. Korcula und Hvar können mit den schönsten venezianisch geprägten Städtchen aufwarten.

Dirk Schröder

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