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Sitía, der schönste Ort im Osten Kretas  

Das kleine Sitía wird von nicht wenigen als schönster Ort Ostkretas bezeichnet: Wie ein riesiges Amphitheater umschließen seine weißen Häuser eine große, halbrunde Bucht - urteilen Sie selbst!

Der Charme der Lage Sitías erschließt sich am besten von einem der Hügel und Berge rings um die Stadt: Ein heller Farbtupfer vor dunkelbrauner Hügelkette. Das moderne Sitía mit seinen heute 9000 Einwohnern wurde erst nach 1870 neu erbaut, nachdem es zwei Jahrhunderte lang nicht bewohnt gewesen war. Dass diese Region aber schon seit jeher ein beliebtes Siedlungsgebiet darstellte, davon zeugen mehrere Grabungsfunde in unmittelbarer Nähe der Stadt, die bis 2000 v. Chr. zurückreichen. Hier soll sich auch das antike Eteia - manchmal auch Itia oder Itis genannt - befunden haben. Einer Legende nach wurde in Sitía Myson geboren, ein einfacher Bauer, den Platon unter die sieben Weisen einreihte.

Eine byzantinische Festungsanlage, die einst die gesamte Stadt umschloß, wurde von den Venezianern ausgebaut. Nach einem Erdbeben 1503 und mehreren Piratenüberfällen schleiften die Venezianer schließlich 1651 Stadt und Festung und siedelten die Bewohner um. Eine türkische Invasion vor Augen hielt man die Festung nicht mehr für geeignet, der durchschlagenden Wirkung moderner Kanonen standzuhalten. Nur noch bescheidene Reste zeugen heute von dieser Festungsanlage.

Aus der Gegend von Sitía stammt der berühmteste mittelalterliche Dichter Kretas, Vitsenzos Kornaros, dessen erotische Dichtung bzw. Liebesromanze „Erotokritos“ aus demEnde des 16. Jh. mehr als 10 000 Zeilen umfasst.

Herz der Stadt ist ihre langgezogene Hafenpromenade, an der sich zahllose schattige Cafes und Restaurants aneinanderreihen. Hier treffen sich Einheimische und Touristen gleichermaßen. Kleine Gassen und Treppen erschließen die sich am Hang hinziehenden Parallelstraßen, wo typische kleine „Tante-Emma-Läden“ ebenso zu finden sind wie Souvenir-Geschäfte, Tavernen, Obstläden sowie ruhig gelegene Hotels. Der Tourismus hat Sitía noch nicht völlig in Beschlag genommen. Vor allem außerhalb der heißen Sommermonate kann man hier beschaulich bummeln, die Hektik der großen Schwesterstädte Chaniá und Iráklion fehlt.

Am Strand von Sitia

Unmittelbar östlich schließt an die Hafenpromenade ein schmaler, über ein Kilometer langer Sandstreifen an, der kinderfreundlich flach ins Wasser hinein abfällt. Das Wasser macht trotz der Stadtnähe einen sauberen Eindruck.

Das Hinterland von Sitía besteht aus fruchtbarem Schwemmland, das aufgrund seines Wasserreichtums landwirtschaftlich genutzt wird.

Ein kleiner Flugplatz 10 Minuten außerhalb der Stadt wird nur von kleineren Propellermaschinen angeflogen.

Sehenswertes

Venezianisches Kastell
Ein Stück oberhalb des Hafens erkennt man die Reste der auf byzantinischen Fundamenten errichteten venezianischen Wehranlage. Nur ein mächtiges, turmartiges Gebäude und einige Mauern blieben erhalten. Von hier oben lässt sich ein weiter Blick über das Hafenrund genießen.

Archäologisches Museum
In diesem kleinen, aber nicht uninteressanten Museum unweit des Stadtzentrums an der Ausfallstraße nach Ierapetra sind Fundstücke aus der Region um Sitia ausgestellt, die sich in einem etwa halbstündigen Rundgang gut besichtigen lassen. Die Exponate umfassen einen Zeitraum von der Steinzeit bis in die römische Epoche. Die Ausstellung ist in vier Bereiche gegliedert.

Die erste Einheit (3000 bis 970 v. Chr.) umfasst schwerpunktmäßig minoische Funde. Sehenswert sind hier die Steinlampe einer minoischen Siedlung auf der Insel Psira sowie ein Beispiel für die Linear-A-Schrift. Im zweiten Bereich (1550 bis 1450 v. Chr.) sind Funde aus dem Palast von Kato Zakros ausgestellt, darunter eine Weinpresse aus der Zeit der Neuen Paläste. Funden aus der Geometrischen Zeit (800 bis 500 v. Chr.) folgen Exponate aus hellenistischer und römischer Zeit. Sehr interessant ist eine hellenistische Getreidemühle aus Kyra - und als "Glanzstück" der Ausstellung gilt eine in Roussolakos bei Palekastro gefundene halbverbrannte Elfenbeinstatue, ein einzigartiges minoisches Kunstwerk. Teile des Schädels sind aus Schiefer gearbeitet, als Augen dienen Bergkristalle.

Volkskundemuseum
Das kleine Museum unweit des Hafens zeigt Web- und Strickarbeiten, traditionelle Trachten und Einrichtungsgegenstände.

 

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