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Réthimnons liebenswerte Altstadt

Venezianische Kunst und osmanischer Zauber

Réthimnon ist mit 24 000 Einwohnern drittgrößte kretische Stadt und besitzt eine ähnlich attraktive Ausstrahlung wie Chaniá.

Ein Spaziergang durch Rethimnon

Im Kern der Altstadt mit ihren venezianischen Gässchen mit alten Wappen und lateinischen Inschriften, mit ihren hölzernen Vorbauten - kiosk genannt - aus osmanischer Zeit und den immer noch ein wenig orientalische Atmosphäre verbreitenden Minaretten und Moscheen liegt wohl die größte Faszination dieser Stadt. Eine Reihe von Bauten der beiden großen Herrschernationen über Kreta - der Venezianer und der Türken - , die über Jahrhunderte hinweg das Bild dieser Insel mitformten, sind hier auf engstem Raum konzentriert. Sie rufen die Geschichte dieser Insel und dieser Stadt wach, sie sind sozusagen die vordergründigste Erinnerung daran, welche kulturellen Einflüsse hier wirkten und ihre Spuren hinterließen. Diese Mischung aus venezianischer Kunstfertigkeit und osmanisch- fremdartigem Zauber ist es, die eine besondere Atmosphäre schafft.

Schlendern Sie also gemächlich durch die alten winzigen Gassen, durch die Radamanthios und Arabathoglou, die Koroneou und Souliou und wie sie alle heißen mögen und lassen Sie ihrer Phantasie ein wenig freien Lauf!

Zwei weitere Fixpunkte der Stadt betonen ihre Geschichtsträchtigkeit: Die etwas erhöht gelegene Fortezza, deren mächtiger Anspruch heute noch überaus sinnfällig ist und der kleine, noch aus venezianischer Zeit stammende Hafen mit vor sich hindümpelnden Fischerbooten - kaum ein Schriftsteller oder Reisender, dem bei seinem Anblick nicht das Wort 'malerisch' einfiele.

„...Réthimnon für die Bildung“

Zwar reicht die Geschichte der Stadt bereits in spätminoische Zeit zurück, doch erst unter den Venezianern trat sie aus ihrem Dasein als unbedeutende Siedlung heraus und entwickelte sich zu einer bedeutenden Handels- und Verwaltungsstadt, die sie auch in türkischer Zeit blieb. Verbunden mit diesem Aufstieg war die wachsende kulturelle Bedeutung der Stadt, eine hohes Niveau in Architektur und Literatur seit dem 16. Jh. zeugen davon. So ist es sicher kein Zufall, wenn heute gerade in Réthimnon die philosophische Fakultät der kretischen Universität untergebracht ist. Und vielleicht birgt ja auch das kretische Sprichwort ein Quentchen Wahrheit: "Chanioten für die Waffen, Iraklioten für das Glas, Rethymnioten für die Bildung".

Nicht ohne Stolz weist man in Réthimnon heute deshalb auf die alljährlich stattfindenden kulturellen Aktivitäten hin, die die besondere Stellung der Stadt auf Kreta unterstreichen. Das Fest des kretischen Weins findet zwei Wochen lang im Juli statt. Im Stadtgarten treten dann jeden Abend Folklore-Gruppen auf, kretischer Wein wird kostenlos zum Probieren ausgeschenkt. Wichtigstes Ereignis der Stadt ist jedoch das Renaissance-Festival, bei dem im Sommer zwei Wochen lang von der Renaissance angeregte künstlerische Darbietungen das kulturelle Leben bestimmen.

Der Schriftstelle Pandelis Prevelakis (1909 - 1986) ist einer der berühmtesten Söhne der Stadt, er schuf mit seinem Roman "Chronik einer Stadt" ein literarisches Denkmal Rethimnons.

Rein lokale Feiertage sind dagegen der 8. November, an dem des Aufstandes von Arkádi gegen die Türken im Jahr 1866 gedacht wird sowie der Tempelgang der Gottesmutter am 21.November.

Neben dem kulturellen und kommerziellen Treiben in Réthimnon ist es heute natürlich vor allem der 12 km lange Sandstrand, der bereits innerhalb des Stadtgebiets beginnt und der Scharen von Touristen anzieht

 

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