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Lato

Auf einem Sattel zwischen zwei Hügeln vier Kilometer nördlich von Kritsa und auf landschaftliche schöner Strecke durch olivenbestandene Hügel zu erreichen, stößt man auf das im 8. Jh. gegründete Lato, eine der wichtigsten dorischen Siedlungen Kretas.

Lato (Kreta) Lato (Kreta)

Reste einer großen Schautreppe (links) und
fugenlos aneinander gesetztes Mauerwerk

Der Name erinnert an Leto, die Mutter von Apollo und Artemis. Vom kleinen Parkplatz aus geht es zunächst steil die Treppen hoch, bis man das Haupttor aus mächtigen Steinquadern erreicht hat. Die Reste der Befestigungsanlagen von Lato machen deutlich, dass hier durchaus mit feindlichen Angriffen gerechnet wurde. Die sich anschließenden Überreste von Wohnungen und Werkstätten bergen noch Wasserbecken und Zisternen, und man kann gut erkennen, wo einst Türpfosten eingelassen waren. Mächtige, zum Teil ein mal zwei Meter große Steinquader sind fast fugenlos aneinander gesetzt und demonstrieren eindrucksvoll den wehrhaften Charakter der Anlage.

Oben angekommen, sollten Sie zunächst den weiten Blick nach zwei Seiten - auf Berge und Meer - genießen. Hier befand sich die Agora, Marktplatz und Zentrum des öffentlichen Lebens. Man erkennt noch eine Zisterne und einen kleinen viereckigen Tempel. Die nördlich anschließenden Treppenstufen erinnern an die minoischen Paläste und dienten wahrscheinlich Zuschauern, die Versammlungen oder Veranstaltungen auf der Agora verfolgten. Sie führen zu mehreren Gebäuden, die möglicherweise von der öffentlichen Verwaltung genutzt wurden - eine Art Rathaus also.

Lato (Kreta)

Von einem Tempel blieben nur noch mächtige Quader erhalten

Folgt man einem schwer erkennbaren Pfad nach oben, bekommt man einen guten Überblick über Lato, man kann sogar den Hafen von Agios Nikolaos erspähen. Südlich der Agora blieben die mächtigen Quader eines Tempels sowie eines großen Altars erhalten. Eine der wichtigsten hier verehrten Gottheiten war die Fruchtbarkeits- und Geburtsgöttin Eileithyia.

Die Bedeutung Latos nahm ab dem 3. Jh. v. Chr. ab - zugunsten seines ehemaligen Hafens, dem heutigen Agios Nikolaos.

 

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