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Vom Eselspfad zur Teerstraße

Doch zurück zu unserem Ausgangspunkt. Die schwer zugängliche Bergwelt als zentraler Lebensraum der Kreter schuf Bedingungen, die die Menschen bis in die Gegenwart prägen. Selbst heute noch stellen die Gebirgsmassive gewaltige Hindernisse für einen reibungslosen Verkehr dar, und das trozt moderner Maschinen und zeitgemäßen Straßenbaus. Wieviel bedeutsamer waren wohl die Barrieren in früheren Jahrhunderten, als nur Eselspfade und einige wenige, mühsam in den Fels gehauene Verbindungsstraßen existierten ? Berichte aus den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts (!) schildern anschaulich, welchen Aufwand es noch vor wenigen Jahrzehnten bedeutete, von einem Teil der Insel in einen entfernteren zu gelangen. Eine Vielzahl von abgelegenen Dörfern prägte seit jeher die kretische Siedlungsstruktur; noch heute gibt es einige nur schwer zugängliche Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Die Abgeschiedenheit des dörflichen Lebens, das Aus-sich-Gestelltsein in der Auseinandersetzung mit der Natur, unterschiedliche Entwicklungen in verschiedenen Teilen der Insel und das Fehlen einer übermächtigen Metropole - man kann eher von einer Vielzahl städtischer Zentren ausgehen, wie der Hinweis Homers auf die hundert kretischen Städte beweist, die am Trojanischen Krieg teilnahmen -, das alles bildet den Hintergrund für die immer wieder hervorgehobene Eigenwilligkeit und den Freiheitsdrang der kretischen Bevölkerung. Von den Römern über die Türken bis zu den Deutschen im Zweiten Weltkrieg klagten alle Besatzermächte über die unbändigen Bauern, die nur mit Gewalt zu beherrschen waren...

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