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Flucht aus den Dörfern

Von den rund 600 000 Bewohnern Kretas verließen in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr die kleinen Bergdörfer und ließen sich in den großen Städten nieder. 160 000 Einwohner zählt inzwischen allein die Wirtschafts-, Verwaltungs- und Handelsmetropole Iráklion; auf fast 60 000 Einwohner bringt es die zweitgrößte Stadt Kretas, Chaniá. Moderne Arbeitsplätze in Verwaltung und Wirtschaftsbetrieben und vor allem in der Tourismusindustrie ziehen immer mehr - vor allem junge - Kreter dem bäuerlichen Dasein vor.

Jeder braucht mal eine Pause...

Und trotzdem stellen heute Bauern noch immer einen Großteil der Erwerbstätigen. Das Einkommen in den bäuerlichen Kleinbetrieben ist jedoch bescheiden, da die Anbaufläche meist gering ist. Von Konkurrenzfähigkeit im europäischen Maßstab kann keine Rede sein. Hunderttausende von Ziegen, Schafen, Olivenbäumen und Weinstöcken sowie Gemüse-, Obst- und Kartoffelanbau bescheren zwar so manchem Bauern eine weitreichende Selbstversorgung - doch vor allem für die jüngere Generation ist das kaum noch eine attraktive Lebensperspektive. Auch das Eindringen des Tourismus in den ländlichen Bereich durch private Zimmervermietungen und Tavernen konnte diesen Trend bislang nicht stoppen.

Und so wird sich der Alltag in den Bergdörfern vielleicht schon in naher Zukunft als perfekter Kontrapunkt zum quirligen Leben in den Küstenorten darstellen, wo man ausschließlich Sonne und Strand genießt - und ansonsten gar nicht merkt, dass man auf Kreta ist...

 

 

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