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Bezirk Réthimnon

Herrliche Sandstrände und karges Bergland

Zwei mächtige Gebirgsmassive begrenzen den Bezirk Réthimnon: der Psilorítis im Osten und die Lefká Ori, die Weißen Berge im Westen. Und Berge sind es auch, die das Gesicht dieser Landschaft prägen und seine Geschichte beeinflussten.

Idylle im Bergland

Der Bezirk umfasst eine Fläche von knapp 1500 km², doch die steinige und unfruchtbare Berglandschaft haben der landwirtschaftlichen Nutzung dieser Region enge Grenzen gesetzt; nur ungefähr ein Drittel der Fläche steht dafür zur Verfügung. Gemessen am pro-Kopf-Einkommen war Réthimnon deshalb immer der ärmste der vier kretischen Bezirke, weshalb viele seiner Bewohner in große Städte oder ins Ausland auswanderten.

Die Stadt Réthimnon ist Bildungs-, Handels- und Wirtschaftszentrum der Region und aufgrund ihrer gut erhaltenen Altstadt mit Resten aus venezianischer und türkischer Zeit ein magischer Anziehungspunkt für Touristen. Alle anderen nächstgrößeren Niederlassungen wie Anógia (2500 Einwohner), Pérama (1200), Spíli (750) haben eher dörflichen Charakter bewahrt und gelten vor allem bei jüngeren Leuten als wenig attraktiv. Dies umso mehr, als die Landwirtschaft immer weniger Menschen ein Auskommen sichert, das die Teilnahme am modernen Leben jenseits des traditionellen Dorflebens ermöglicht. Oliven, Johannisbrot und Gemüse sind die traditionellen landwirtschaftlichen Produkte der Region, Schafe und Ziegen die Basis der Viehwirtschaft.

So ist der Tourismus mit all seinen Erwerbsmöglichkeiten zum wichtigen Wirtschaftsfaktor aufgestiegen. Vor allem an der Nordküste in und östlich von Réthimnon haben sich an herrlichen Sandstränden zahllose Hotelanlagen verschiedenster Kategorien etabliert. Sie bilden das Zentrum des Pauschaltourismus in dieser Region. Die Badeorte an der Südküste bleiben demgegenüber stärker Individualurlaubern vorbehalten, wenn auch mit Agía Galíni und Plakiás erste größere Touristenzentren entstanden sind.

Die Dörfer des Berglandes sind für die meisten Touristen demgegenüber meist nur Zwischenstation oder Ausflugsziel. Obwohl man gerade dort Land und Leute noch am besten und am wenigsten verfälscht kennenlernen kann und den Besucher zahlreiche kulturelle und landschaftliche Erlebnisse erwarten.

Denkmäler in abgelegener Bergwelt

Auch wenn der Bezirk Réthimnon nicht das Gebiet bedeutsamer großer Ausgrabungen ist, so hat er historisch Interessierten doch eine ganze Reihe kleinerer Ausgrabungsstätten und steinerner Zeugnisse aus der Vergangenheit zu bieten. Die Zeushöhle am Psilorítis und der große minoische Friedhof von Arméni stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Dutzende von meist kleineren byzantinischen Kirchen mit oft einzigartigen Freskenmalereien aus dem 12. bis 15. Jh. verbergen sich in der abgelegenen Bergwelt. Oft sind sie nur zu Fuß erreichbar.

Reste venezianischer Architektur - Häuser, reich verzierte Portale und Brunnen - konzentrieren sich zwar in einmaliger Fülle auf die Stadt Réthimnon, doch auch in vielen Dörfern rund um den Ort kann man noch den Spuren der venezianischen Kultur nachspüren, so in Chromonastíri, Maroulás oder Rousospíti.

Über 400 Höhlen wurden bisher im Bezirk lokalisiert. Auch wenn keine denselben Bekanntheitsgrad erreichte wie die Idäische Höhle, wo der Sage nach Zeus aufgezogen wurde, so gibt es doch z.B. mit der Sendoni- und der Melidóni-Höhle weitere eindrucksvolle Zugänge zur Unterwelt.

 

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