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Der Bezirk Lassíthi

 

Der Palmenstrand von Vai

Hohe Gipfel und tiefe Täler im Osten Kretas

Berge dominieren den Osten der Insel mit den wärmsten Regionen Kretas. Abgesehen von der Gegend um Agios Nikólaos hält sich in diesem Teil der Massentourismus noch in Grenzen, ländliche Beschaulichkeit dominiert. Also genau das Richtige für Individual-Urlauber, die es lieber etwas ruhiger haben möchten.

Eingerahmt vom Kretischen Meer im Norden, dem Libyschen Meer im Süden und dem Ikarischen Meer im Osten erstreckt sich auf über 1800 km² der Bezirk (nomos) Lassíthi mit seinen zahlreichen vorgelagerten Inselchen. Tiefe Täler durchschneiden eine bergige Landschaft, so bei Agios Nikólaos in nordwestlicher Richtung, der Einschnitt bei Ierápetra, mit 17 km schmalste Stelle Kretas, und die Senke zwischen Sitía und dem Libyschen Meer. Das Díkti-Gebirge, dessen Gipfel bis zu 2148 Metern emporragen, markiert die Grenze zum benachbarten Bezirk Iráklion.

10 000 Windmühlen in der Hochebene

Hier breitet sich die fruchtbare Lassíthi-Hochebene aus, deren einst 10 000 mit weißem Tuch bespannte Windmühlen nicht nur die Wasserversorgung der Landwirtschaft sicherstellten, sondern bald zum Tourismusmagneten avancierten. Die Sitía-Berge im Osten als zweites Gebirgsmassiv der Region weisen dagegen nur bescheidene Hochflächen aus.

Etwa 600 Höhlen durchziehen die Bergwelt des Bezirks Lassíthi und in nicht wenigen stießen Archäologen auf menschliche Spuren, die bis in die Steinzeit zurückreichen und die Höhlen als Wohn-, Begräbnis- oder Kultstätten ausweisen. Die Diktäische Höhle von Psychró auf der Lassíthi-Hochebene als mythischer Geburtsort des Gottes Zeus nimmt dabei vom touristischen Interesse her eine herausragende Stellung ein.

Der Palast von Káto Zákros

Auch wenn mit Káto Zákros nur einer der vier so genannten minoischen Paläste im Ostteil Kretas liegt, ließen zahlreiche Spuren aus frühminoischer Zeit - so die Ausgrabungen bei Mírtos, Vassilikí und Palékastro, die bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen - manchen Forscher zu der Auffassung gelangen, die minoische Besiedlung Kretas sei von Osten her erfolgt. Auch die Nachfahren der Minoer, die Eteokreter („echte Kreter“), zogen sich vor den Dorern hierher in unwirtliche Gebirgsregionen zurück und konnten noch über lange Zeit eine relativ eigenständige Kultur und Sprache bewahren.

Noch heute ist die Landwirtschaft ein bedeutsamer Einkommensfaktor in diesem Teil Kretas, auch wenn die Tourismusindustrie mit all den kleinen Verdienstmöglichkeiten und Geschäften, die mit ihr verbunden sind, mittlerweile enorme Bedeutung erlangt hat. Noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war Sitía nur in beschwerlicher Fahrt auf staubigen und holprigen Wegen erreichbar, von den weiter östlich gelegenen Gebieten ganz zu schweigen. Heute verbinden moderne Straßen die großen Städte Ágios Nikólaos, Ierápetra und Sitía.

Die spätbyzantinische Panagía i Kera in Kritsá westlich von Ágios Nikólaos

Anders als Agios Nikólaos, dessen Struktur komplett auf Massentourismus ausgerichtet ist, konnten Ierápetra und Sitía jedoch ihren Charakter als von der Landwirtschaft geprägte Fischer- und Handelsorte stärker bewahren - und damit auch ursprüngliche kretische Kultur. Öl und Wein - der Wein von Sitía hat inselweit einen guten Ruf - , Gemüse und Kartoffeln, ja sogar Mandeln und Johannisbrot bestimmen die Anbauflächen.

 

 

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