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Armeni

Kurz vor dem 11 km südlich von Rethimnon gelegenen Dorf Armeni - dessen Name auf armenische Soldaten hinweist, die sich im 10. Jahrhundert nach dem Befreiungskampf von den Arabern hier niedergelassen hatten - liegt rechts der Straße (ausgeschildert) in einem Eichenwald die gleichnamige Nekropole mit über 280 Kammergräbern aus spätminoischer Zeit (1350 bis 1200 v. Chr.). Die Gräber dieses eindrucksvollen Friedhofs enthielten wertvolle Beigaben - unter anderem Tonsarkophage, so genannte larnakes, die mit kultischen Szenen und Symbolen bemalt waren (Archäologisches Museum Rethimnon). Eine Untersuchung der Skelette ergab, dass das Durchschnittsalter der Männer 30, das der Frauen 23 Jahre betragen hatte. Man stellte erhebliche, auf Vitaminmangel zurückzuführende Zahnschäden fest, ein Faktum, das zu der These von den "glücklichen Minoern" nicht recht zu passen scheint ...

Fast immer führt ein Gang (Dromos) zu den eigentlichen Gräbern, die mit einer Steinplatte verschlossen waren, was heute noch gut zu erkennen ist. Die Größe der Grabkammern variiert erheblich: Am südlichen Ende des umzäunten Geländes führt ein etwa 15 Meter langer dromos mit Treppe in eine repräsentative Grabkammer von mehreren Metern Durchmesser, in der noch Reste eines Pfeilers und eine umlaufende Steinbank erhalten blieben. Bemerkenswert ist bei einigen der Gräber die Form der Türen: Sie verjüngen sich nach oben.

Die zu diesem Friedhof gehörende Stadt ist bis heute nicht ausgegraben; die beachtliche Größe der Nekropole läßt jedoch auf eine bedeutende Siedlung schließen.

 

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