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Archäologisches Museum Iraklion

 

Man kann es in der Tat einzigartig nennen: Nirgendwo sonst werden Sie eine derartige Sammlung finden, in der die minoische Epoche so umfassend und anschaulich dargestellt wird. Auch wenn Sie sich sonst nicht besonders für Museen interessieren, ein Besuch der Ausgrabungsstätten Kretas sollte unbedingt mit einem Museumsbesuch in Iraklion verknüpft werden, erst dann werden die Ruinen lebendig, wird vor allem die minoische Kultur zumindest ein wenig erfahrbar. Für einen ausführlichen Museumsbesuch sollten Sie mehrere Stunden veranschlagen oder evtl. einen mehrmaligen Besuch ins Auge fassen. Das Cafe des Museums und mehrere Bänke außerhalb des Gebäudes unter schattenspendenden Bäumen (Ticket aufbewahren !) gewähren zwischendurch die verdiente Erholung. Falls Sie sich nicht einer der Führungen anschließen und sich besonders intensiv mit den ausgestellten Exponaten befassen wollen , empfiehlt sich der Kauf eines illustrierten Museumsführers von Dr. Sakellarakis, dem früheren Direktor des Museums, der ausführlich die wichtigsten Objekte auch im Bild vorstellt. Wer den vielen Gruppenführungen aus dem Weg gehen möchte, die ein längeres Verweilen vor den Schaukästen erschweren, muss entweder am frühen Morgen oder gegen Abend das Museum aufsuchen. Die Säle sind chronologisch aufeinander aufgebaut oder bilden thematische Einheiten. Im folgenden eine - durchaus subjektive - Übersicht über herausragende Funde (V = Vitrine), die Zahl sehenswerter Ausstellungsstücke ist selbstverständlich weitaus größer.

Erdgeschoß

Saal 1: Funde aus dem Neolithikum (6500-2600 v. Chr.) und der Vorpalastzeit (2600-1900 v. Chr.).
V1 Ein weibliches Fruchtbarkeitsidol aus der Jungsteinzeit (Nr. 2716).
V6 Vorpalastzeitliche Tongefäße mit ungleichmäßigen roten und schwarzen Mustern im sog. Vasiliki-Stil, benannt nach der gleichnamigen Fundstelle in Ostkreta.
V7 Kunstvoll gearbeitete Steingefäße von der Insel Mochlos im Osten Kretas. Ein faszinierendes Steingefäß aus grünem Steatit (Nr. 2719) mit einem Hund als Deckelgriff stammt aus Zakros.
V 8 Eine Muttergöttin in Gefäßform, davor ein Stiersymbol, beides beides dürften Fruchtbarkeitssymbole gewesen sein.
V11 Vorpalastzeitliche Siegel mit phantasievollen Tier- und Menschenfiguren aus unterschiedlichstem Material und in verschiedenen Formen, darunter ein großes Siegel mit 14 Siegelflächen (Nr. 226). Die Siegel dienten zum Verschließen von Kisten und Gefäßen.
V 12 Zu den Kleinplastiken, die im Zusammenhang mit kultischen Handlungen gesehen werden müssen, zählt ein Stier mit Stierspringern (Nr. 4676) sowie ein heute beinahe lustig aussehendes froschähnliches Fabelwesen (Nr. 4121).
V 13 In ihrer ästhetischen Gestaltung erinnern viele der ausgestellten Idole aus Elfenbein und Marmor an moderne Plastiken.
V17 Feine Goldarbeiten und verschiedenfarbige Halsketten aus Bergkristall, Amethyst etc. aus Mochlos und der Messara-Ebene. Besonders sehenswert ein kleiner Frosch (Nr. 368).

Saal 2: Ältere Palastzeit (1900-1700 v. Chr.). Die Funde stammen aus Knossos und Malia sowie einigen minoischen Gipfelheiligtümern Mittel- und Ostkretas. In mehreren Vitrinen Keramik im sog. Kamares-Stil, die sich durch ein mehrfarbiges Dekor (weiß und rot) auf dunklem Hintergrund auszeichnet, bewegte Linien, Fische und Pflanzen vermitteln einen lebendigen, auf uns heute fröhlich wirkenden Eindruck.
V23 Die sog. Eierschalenware mit hauchdünner, z.T. nur 1mm starker Wandung verweist auf den sakralen Charakter dieser Gefäße, da sie offenbar für den alltäglichen Gebrauch ungeeignet waren.
V24 Zahlreiche kultische Objekte aus Knossos und von einigen Gipfelheiligtümern. Die meist wenig kunstvoll gestalteten Figuren lassen Rückschlüsse auf Aussehen und Kleidung der damaligen Zeit zu. Frauen sind häufig mit langen weiten Röcken bekleidet und durch kunstvolle Frisuren geschmückt. Die männlichen Idole (z.B. Nr. 405) tragen ein Messer am Gürtel. Neben diesen kompletten Figuren wurden den Göttern häufig auch nur Teile des menschlichen Körpers in Ton dargebracht, wahrscheinlich mit der Bitte um Heilung oder als Dank für gewährte Genesung. Eine uralte Tradition, die man heute noch in einigen christlichen Kirchen Griechenlands beobachten kann. Auf dem sog. Dreisäulenheiligtum (Nr. 2582) sind Tauben zu erkennen.
V25 Das Stadtmosaik von Knossos in Form kleiner Fayencetäfelchen zeigt, wie man sich die Hausfassaden während der Älteren Palastzeit vorstellen kann. Eine Reihe von Gegenständen zeigen Beispiele der Hieroglyphenschrift, der ältesten bekannten Schrift Kretas, deren Entzifferung bisher noch nicht gelungen ist.
V 26 Ein graziler Hocker aus Ton.

Saal 3: Ältere Palastzeit. Die Funde stammen aus Festós, neben sehr dekorativen Gefäßen im Kamares-Stil - z.B. in V 43 ein sog. Krater (Nr. 10578) mit reicher Verzierung - steht der Diskos von Festós im Mittelpunkt des Interesses. Die runde Tonscheibe ist beidseitig "beschrieben", wobei sich die Zeichen spiralförmig zur Mitte hin winden. Dieses erste auf Kreta gefundene zusammenhängende Schriftsystem ist bis heute nicht entziffert, auch Ähnlichkeiten mit dem Semitischen sowie ägyptischen Hieroglyphen brachten nicht weiter. Möglicherweise stehen die Zeichen für eine Silbe und Wörter wurden durch Striche voneinander getrennt. Die einzelnen Zeichen sind jedoch sehr bildhaft und stellen z.B. Personen, Werkeuge, Tiere oder Waffen dar. Mit Siegeln wurden sie offenbar in den Ton eingedrückt Ursprünglich bezeichneten sie möglicherweise den Gegenstand den sie abbildeten ( sog. Ideogramme). 45 Einzelzeichen und 241 Abdrücke können unterschieden werden.

Saal 4: Jüngere Palastzeit (1700-1450 v. Chr.). Funde aus den "Palästen" von Knossos, Malia und Festós.
V57 Ein Brettspiel aus Elfenbein, Bergkristall, Gold und Silbereinlagen, das Ähnlichkeiten mit Funden in Ägypten aufweist.
V50 Die beiden Schlangengöttinnen aus Knossos bewegen die Phantasie bis heute. Die von Schlangen umwundenen Frauen mit unbedeckten Brüsten werden bisweilen als Beweis für die sexuelle Freizügigkeit der Minoer angeführt. Doch entspringt dies eher männlichem Wunsch-Denken von heute und hat nichts mit gesicherten Informationen zu tun. Da Schlangen in benachbarten Kulturen Zeichen des Todes waren und die ostentativ zur Schau gestellte Brust als Ausdruck tiefer Trauer galt, wie u.a. bei Homer nachzulesen ist, dürfte die Figur eher als Priesterin während einer rituellen Zeremonie gedeutet werden.
V44 Schriftzeichen in Linear-A-Schrift, mit der Tinte von Tintenfischen geschrieben.
V51 Ein kultisches Spendegefäß (Rhyton) mit zwei Öffnungen in Form eines Stierkopfes aus schwarzem Steatit, die Augen bestehen aus Bergkristall und Jaspis, die Schnauze aus Perlmutt. Die vergoldeten Hörner wurden rekonstruiert.
V56 Ein kleiner Stierspringer aus Elfenbein, der vermutlich im salto mortale über den Rücken eines heiligen Stiers sprang und wohl einst mit Gold überzogen war.
V52 Das sog. Königliche Schwert aus Malia mit der Darstellung eines Akrobaten.

Saal 5: Nachpalastzeit (1450-1400 v. Chr.). Keramik des sog. Palaststils.
V69 Beispiele der bis heute nicht entzifferten Linear-A-Schrift und der mittlerweile entzifferten Linear-B-Schrift, eine griechische Silbenschrift, die um 1450 v. Chr. von den Mykenern eingeführt worden war.
V70a In Archanes gefundene Nachbildung eines Wohnhauses aus Ton, das Rückschlüsse auf die damalige Hausarchitektur zuläßt. So sind kleine Türen und Fenster zu erkennen sowie eine Terrasse.

Saal 6: Nachpalastzeit (1450-1100 v. Chr.).
V71 Tönerne Kleinplastiken, die wahrscheinlich mit einem Totenkult in Zusammenhang stehen ( ein kultischer Tanz, Nr. 15073 und das Tonmodell eines Heiligtums vermutlich während einer Totenzeremonie Nr. 15074).
V78 und V85 Mykenische Waffen, darunter eine Lederkappe mit aufgesetzten Eberzähnen und ein Bronzehelm mit seitlichem Kopfschmuck.
V87 und V88 Fein gearbeiteter minoischer Schmuck aus Gold und Halbedelsteinen, der in verschiedenen Nekropolen gefunden wurde. Der sog. Ring aus Isopata zeigt tanzende Gestalten, von Lilien umgeben (V 87 Nr. 424). Sehr interessant auch eine schwer deutbare kultische Szene mit mehreren Gestalten und ein Baumheiligtum (?) auf einem Ring aus Archanes (V 88 Nr. 989).

Saal 7: Jüngere Palastzeit (1700-1400). Gleich rechts der T ür riesige bronzene Doppeläxte aus Nirou Chani und Bronzekessel aus Tylissos.
V94 Die "Schnittervase" aus schwarzem Steatit zeigt Erntearbeiter in einer Art Prozession. Als witziges Detail: ein stolpernder Mann.
V95 Der sog. Prinzenbecher mit einem salutierenden Mann, der möglicherweise gerade dem Herrscher seine Jagdbeute anbietet.
V96 Spendegefäß aus Steatit, auf dem sportliche Wettkämpfe abgebildet sind, die wahrscheinlich kultischen Charakters waren, wie eine Stiersprungszene zeigt.
V99 Kupferbarren aus Agia Triada, jeweils fast 30 kg schwer, stammen wahrscheinlich aus Zypern, damals Zentrum des Kupferabbaus.
V101 Der mittlerweile in zahlreichen Schmuckstücken nachempfundene berühmte Goldschmuck aus Gräbern in Malia mit zwei Bienen, die Honig in eine Wabe gebracht haben. Honig war in minoischer Zeit nicht nur ein wichtiges Lebensmittel, man benutzte es auch zur Konservierung, möglicherweise sogar bei Toten. Kleine goldene Doppeläxte zeigen eines der immer wiederkehrenden Symbole der Minoer. Die minoische Bezeichnung für diese Doppelaxt war möglicherweise "labrys", unter "Labyrinth" wäre dann also "Haus der Doppeläxte" zu verstehen, in dem diese kultischen Insignien aufbewahrt wurden.

Saal 8: Jüngere Palastzeit (1700-1450 v.Chr.). Funde aus dem "Palast" von Kato Zakros. Mehrere Spendegefäße, darunter ein wunderschönes Exemplar aus Bergkristall, das aus zahllosen Einzelteilen wieder zusammengesetzt wurde (V109). V111 Ein Spendegefäß mit der Darstellung eines minoischen Bergheiligtums mit Wildziegen.
V116 Ein Stierkopfrhyton aus Kato Zakros, die Hörner sind eine Nachbildung.

Saal 9: Jüngere Palastzeit (1700-1450 v. Chr.). Funde aus Ostkreta.
V123 Kunstvoll gearbeitete Tonstatuetten von Gipfelheiligtümern, darunter Darstellungen eines Nashornkäfers, damals offensichtlich ein verehrungswürdiges Tier. Mit einem Schurz bekleidete Männer und mit langen Röcken und auffallender Frisur geschmückte Frauen stammen aus der Nähe von Palekastro.
V120 Ein Gefäß mit aufgemaltem Octopus aus Palekastro sowie ein korbförmiges Gefäß, über und über mit Doppeläxten geschmückt.
V 128 Mehrere Siegel zeigen interessante Motive und Kultszenen, darunter die Darstellung eines Löwen, der einen Stier reißt (Nr. 124) und die äußerst selten anzutreffende Abbildung eines bärtigen Minoers (Nr. 1419).

Saal 10: Nachpalastzeit (1400-1100 v.Chr.). Deutlich wird hier der starke mykenische Einfluß spürbar, die alte minoische Kunst verfällt, die ausgestellten Idole zeigen ein weitaus schematisierteres Aussehen. Das wird z.B. deutlich an der Göttin mit Mohnkapseln auf dem Kopf (V 133) und den anderen Göttinnen in ähnlich anbetender Haltung. Einfach modellierte Tonmodelle auch in V 132, Frauen tanzen um eine Lyraspielerin herum, sowie eine reitende Göttin in V 138.

Saal 11: Proto- und Spätgeometrische Zeit (1100-800 v.Chr.). Einige Funde stammen aus Karphi, wohin sich die letzten Minoer zurückgezogen hatten ("Eteokreter"). Darunter ein interessanter dreirädriger Wagen, der von Ochsen gezogen wird, von denen aber nur die Köpfe dargestellt sind (V 148). Bemerkenswert einige Bronzestatuetten in bewegten Armhaltungen sowie die Darstellung eines Lyraspielers (V 147). Eileithyia, der Göttin der Geburtshilfe, wurden zahllose Opfergaben dargebracht, unter den dargebrachten Weihgaben die sehr seltene Darstellung von Liebespaaren (V 149, Nr. 13237 und 13238). Zum ersten mal werden Werkzeuge und Waffen aus Eisen in Gräbern gefunden (V153).

Saal 12: Geometrische Zeit und orientalisierender Stil (900-650 v.Chr.). Die Motivvielfalt macht den Einfluß orientalischer Kunst deutlich. Zahlreiche Schmuckstücke aus Gold und Bergkristall. Eine Weinkanne in V 163 zeigt ein Liebespaar, häufig als Theseus und Ariadne gedeutet. Der Saal beherbergt mehrere fast futuristisch anmutende Kleinplastiken, so z.B. ein Bronzeschiff aus der Idäischen Grotte (V 169) und ein tönerner Baum mit Vögeln (V 162).

Saal 13: Kisten- und wannenförmige Tonsarkophage, z.T. mit Deckel, zur Bestattung der Toten. Die meisten von ihnen stammen aus der Nachpalastzeit. Sie zeigen eine aufwendige Bemalung, stilisiertes Dekor, Fische und Vögel, Fabelwesen und Pflanzen. Die Toten wurden darin in Hockstellung begraben, die Sarkophage geben also nicht die wirkliche Größe der Minoer wieder.

Saal 19: Kunst aus dem 7. und 6. Jh. v. Chr., darunter ein großer Tempelfries aus dem antiken Rhizenia.

Saal 20: Skulpturen der griechischen und römischen Epoche (5.Jh. v. Chr. - 4. Jh. n. Chr.). Sehenswert u.a. ein Mosaikfußboden aus Knossos (2. Jh.) und ein mächtiger reliefverzierter römischer Marmorsarkophag aus Malia.

 

Obergeschoß

Saal 14: Minoische Wandmalereien (1600-1400 v.Chr.). Nicht nur räumlich im Mittelpunkt steht ein faszinierender Steinsarkophag aus Agia Triada, der einzige, der vollständig von Freskenmaleri bedeckt ist. Auf ihm wird möglicherweise eine Totenzeremonie dargestellt. Auf einer der Längsseiten kann man ein Stieropfer erkennen, begleitet von einem Musiker und weiteren Personen. Das Blut des Stiers wird in einem Gefäß aufgefangen. Auch hier wieder das Symbol der Doppelaxt. Auf der anderen Längsseite sind Frauen und Männer mit dem Transport von Öl, Tieren und einem Schiffsmodell (?) beschäftigt, Gaben, die einen Toten ins Reich des Jenseits begleiten?

Die minoischen Wandmalereien stellen die vielleicht ausdrucksstärksten Zeugnisse dieser Kultur dar. Wenngleich oft nur bruchstückhaft erhalten und manchmal etwas gewagt rekonstruiert, geben sie dennoch eine sehr gut sinnlich nachvollziehbare Vorstellung vom Glanz der sog. minoischen Paläste. Die Szenen wirken leicht und heiter, eine große Lebensfreude ausstrahlend. Die Farben wurden aus Pflanzen und Mineralien gewonnen, z.T. auch aus Purpurmuscheln. Ähnlich wie in Ägypten werden Männer in roten Farbtönen wiedergegeben, Frauen dagegen in weiß. Die meisten der Wandmalereien stammen aus Knossos.

Vom riesigen Prozessionsfresko des Südeingangs von Knossos (Nr. 2-5), das einst einige hundert Figuren umfasste, sind nur Fragmente erhalten geblieben, darunter ein schlanker junger Mann, der sog. Rhytonträger. Eine weibliche Göttin oder Herrscherin ist das Ziel dieser Prozession. Das Fresko mit dem Titel Lilienprinz zeigt einen mit Lilien geschmückten jungen Mann, bekleidet mit Lendenschurz und Gliedtasche. Das Stierkopf-Relief macht deutlich, daß auch die Relieftechnik Bestandteil minoischer Wandmalereien sein konnte. Von dem Fresko der Blauen Damen sind nur spärliche Reste erhalten. Man kann hier ganz gut erkennen, wie stark die Phantasie des Ausgräbers nachgeholfen hat. Die Blauen Delphine stammen aus dem sog. "Megaron der Königin" von Knossos. Sie sind ebenfalls zum großen Teil mit Hilfe ähnlicher Darstellungen rekonstruiert worden. Das Stiersprungfresko zeigt sehr eindrucksvoll eine wahrscheinlich kultische Handlung, die verschiedenen Phasen eines Sprungs über den Stier. Ob derartige Kunststücke wirklich vollzogen wurden, sei dahingestellt.

Saal 15: Minoische Wandmalereien (1600-1400 v.Chr.). Zahlreiche sehenswerte Freskenreste, berühmt vor allem die Pariserin (Nr. 3), eine Name, der von dem Knossos-Ausgräber Evans stammt und seine Assoziationen verdeutlicht. Sehr interessant auch die Finger einer Hand in Relieftechnik in V 173.

Saal 16: Minoische Wandmalereien (1600-1400 v.Chr.). Auch hier sind wieder zahlreiche interessante Freskenfragmente zu sehen. Darunter eine von dunkelhäutigen Menschen, vermutlich Nubier, gefolgte Figur, sowie ein von Blumen umrankter blauer Vogel. Das Fresko des Krokospflückers zeigt die seltsame Szene eines Affens, der Krokusblüten pflückt. Zwei Miniaturfresken, in denen eindeutig Frauen (Priesterinnen) im Vordergrund der Handlung stehen, können ohne Zweifel als Hinweis auf die damals noch bedeutsamere Rolle der Frauen vor dem "Einzug" des griechischen Patriarchats gewertet werden, ähnlich wie beim Prozessionsfresko in Saal 14. .

Saal 17: Sammlung Giamalakis. Stücke aus verschiedensten Epochen. Hervorzuheben ist ein sitzendes weibliches Tonidol mit breitem Gesäß aus dem Neolithikum, gefunden in Ierapetra (V 175) sowie ein rundes aus Archanes stammendes Heiligtum (protogeometrisch), in dem sich eine Priesterin mit erhobenen Händen aufhält. Auf dem Dach blicken zwei menschliche Gestalten neugierig (?) ins Innere (V 181).

Saal 18: Kleinkunst aus archaischer bis römischer Zeit (7.Jh.v. Chr.-4.Jh. n. Chr.)

Platia Eleftherias

 

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