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Reiseführer Kos

Kefalos und die Kefalos Halbinsel

Von Agios Stefanos oder Kamari geht es steil hinauf in den Bergort Kefalos. Der Ort mit einer geschäftigen Hauptstraße durch die sich ein Großteil des Verkehrs quält, ist der größte auf der gleichnamigen Halbinsel.

Am Rand von Kefalos thront auf einem Hügel eine Festung der Johanniterritter aus dem 14. Jahrhundert, die wie die Festung bei Antimachia im 16. Jahrhundert von den Türken unter Süleyman dem Prächtigen noch weiter ausgebaut wurde. Man braucht allerdings schon etwas Fantasie, um sich den mächtigen Bau in seiner Gänze vorzustellen, denn heute sind nur noch spärliche Reste der Feste übrig. Ein kurzer Stopp ist aber alleine wegen des wunderschönen Ausblicks über weite Teile der Insel lohnenswert.

Griechenland - Kos - Johanniter-Festung Kefalos

Einst Johanniterfestung, heute der Platz mit der besten Aussicht im Bergort Kefalos

Weite Teile der Halbinsel sind nicht besiedelt und gelten landschaftlich als einer der schönsten Landstriche von Kos. Außer, von Kefalos und Kamari mal abgesehen, gibt es hier wenig anderes zu sehen, als weitestgehend unverbaute Natur. Zwar gibt es mit der kleinen Kapelle Panagia Palatiana aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem nicht weit davon Theater von Astipalaia (Palatia) ein Theater aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. auch archäologisch Interessierte etwas zu entdecken, aber viel sollte man nicht erwarten, denn die Kapelle ist halb verfallen, das Dach eingestürzt und von dem Theater sind nurmehr wenige rudimäre Teile übrig. Ein beliebtes Wanderziel dagegen ist das etwa 7 Kilometer von Kefalos entfernt gelegene offene Kloster Agios Ioannis Prodromos.

Etwa 5 Kilometer nördlich von Kefalos findet sich mit Limnionas ein kleiner Naturhafen, mit einem schönen durch den Hafen geschützten Strand der gut zum Baden geeignet ist. Weitere Strände sind an der Westküste der Halbinsel zu finden, wie Kata Beach und Sunset Wave Beach. Hier zeigt sich das Meer von seiner rauheren Seite, die Wellen branden mit reichlich Gischt auf die deutlich steinigeren Strände und viele Bäume sind schief vom steten Wind.

Griechenland - Kos - Kefalos Halbinsel - Kirche Agios Ioannis Theologos

Kirche an der staubigen Piste: Agios Ioánnis Theológos

Ist man mit dem Mietwagen oder motorisierten Zweirad unterwegs ist Theologos Beach ein gutes Ziel. Unweit des Theaters zweigt eine Schotterpiste ab, die sich einige wenige Kilometer vorbei an der namensgebenden kleinen Kirche Agios Ioánnis Theológos bis zur Küste zieht. Gäbe es nicht ab und zu Gegenverkehr, könnte man sich zeitweise in totaler Einsamkeit wähnen. Am Theologos Beach angekommen, muss man dann allerdings feststellen, dass es so einsam dann doch nicht ist, denn es steht ein großes Restaurant dort, das auch von Ausflugsbussen angefahren wird. Von der großen Terrasse hat man einen guten Blick auf das Meer und die wenigen Surfer, die sich hier ins Wasser trauen, um ihre Fähigkeiten zu testen.

Griechenland - Kos - Theologos Beach

Theologos Beach

Wer länger bleibt, kann sich hier auch den Sonnenuntergang ansehen, allerdings ist eine Rückfahrt bei Dunkelheit nicht ganz ungefährlich, denn die Straßen- und Pistenverhältnisse auf der Halbinsel sind teilweise ziemlich schlecht und schnell ist ein großes Schlagloch mal übersehen.

 

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