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Warenbörse

Einzigartig ist die Warenbörse auf der Schlossinsel neben Schloss Christiansborg. Der "Baulöwe" König Christian IV. gab zu Beginn des 17. Jahrhunderts das Bauwerk mit dem Ziel in Auftrag, den Handel zu beleben. Es entstand ein einmaliger Umschlagplatz für die Waren aus den neuen Märkten in China, Amerika und Indien.

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Die Brüder Lorenz und Hans van Steenwinckel aus Holland haben mit dem langgestreckten Gebäude zweifellos ein Juwel der Renaissance geschaffen. Wie schon in Schoss Rosenborg stellten die Wünsche des Königs die Architekten vor große Problem. Durfte das Bauwerk doch nicht höher sein als drei Stockwerke, damit es seiner Majestät nicht den Blick aus dem Schloss versperrte, zum anderen begrenzte das Grundwasser ihre Entfaltungsmöglichkeiten. Die Waren sollten mit Kränen direkt gelöscht werden können.

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Um das ehrgeizige Projekt überhaupt realisieren zu können, wurden unzählige Eichenstämme als Fundament in den Boden gerammt. Nach 21 Jahren Bauzeit war die Börse 1640 schließlich fertig. Die außergewöhnlich Turmspitze mit den vier Drachen, die ihre Schwänze ineinander verschlingen, weist auf die neuen Einflüsse aus China hin. Die drei Kronen stehen für die drei Reiche, über die König Christian damals Herrschte: Dänemark, Norwegen und Teile Schwedens. 75 kleine Läden waren auf zwei Etagen in der Börse untergebracht. Doch die Rechnung des Königs ging nicht auf. In Europa tobte der dreißigjährige Krieg und der Warenhandel kam zum Erliegen. Schon sieben Jahre nach Fertigstellung musste die Börse an den Unternehmer und Reeder Jacob Madsen verkauft werden. 1857 wurde hier die Handelsbörse untergebracht, bis die Einführung des Computers neue Räumlichkeiten verlangte. Auf der anderen Seite der Knippelsbru, der Brücke über den Meeresarm, beginnt der Stadtteil Christianshavn, benannt nach dem König.

Das Kastell war im Zuge der Erweiterung der Stadtmauern als Bollwerk gegen den Nachbarn Schweden erforderlich geworden. Denn die Dänen hatten den Dreißigjährigen Krieg verloren und mussten ihre Teile Schwedens abtreten. Seit dem verläuft die Grenze mitten durch den Øresund. Von hieraus konnte nun gut die Einfahrt in den Hafen kontrolliert werden. Die sternförmige Anlage wurde 1662-65 von dem holländischen Festungsbaumeister Rüse entworfen und ist bis heute nahezu original erhalten. Obwohl Teile der Gebäude nach wie vor vom Militär benutzt werden, können Besucher sich ungestört hier bewegen, auf den Wallanlagen Joggen oder ihren Hund Gassi führen. Durch die Windmühle waren die Soldaten im 19. Jahrhundert bei eventuellen Belagerungen unabhängig. Sehr gut restauriert steht sie heute noch auf dem Wall. Gefängnis und Kirche lagen direkt neben einander. Damit die Häftlinge die Predigt hören konnten leiteten Röhren die Akustik herüber. Berühmtester Gefangener war Dr. Stuensee. Zur berühmten kleinen Meerjungfrau sind es von hier nur wenige Schritte.

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