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Christianshavn

Die Knippelsbro, die alte Hebebrücke, verbindet die Schlossinsel Christiansborg mit dem Stadtteil im Süden. 1618 wurde sie buchstäblich in den Schlick gesetzt. König Christian IV. ließ diese Stadt vor seinem Schloss und Kriegshafen zum eine aus strategischen Gründen bauen, um Kopenhagen vor Angriffen von See besser schützen zu können. Die Bastionen und der Wassergraben sind bis heute erhalten und werden von den Bewohnern gerne als Grüne Lunge bezeichnet. Nach dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft, versprach sich der König von der neuen Handels- und Seefahrerstadt unmittelbar vor der Warenbörse aber auch einen Impuls für die Wirtschaft. Architekt Johan Semp entwarf die Stadt im Stil der Renaissance mit geraden Straßen und Kanälen, so dass die großen Handelsschiffe direkt vor den Lagerhäusern liegen konnten. Reiche Kaufleute und Reeder bebauten ab den 20er Jahren die ersten Grundstücke, doch der erwartete Bauboom blieb aus. So erließ der König Privilegen, um die betuchten Bürger der Stadt zu weiteren Bauvorhaben zu bewegen. Heute ist Christianshavn ein äußerst spannender und abwechslungsreicher Stadtteil mit den höchsten Mietpreisen. Viele der alten Lagehäuser wurden restauriert, an den Kais liegen Hausboote und wer möchte, kann sich für eine Rundfahrt ein Ruderboot mieten.

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In der einstigen Fabrik wurde das B&W Museum eingerichtet. Im 19. Jahrhundert war die Firma Burmeister und Wain der größte industrielle Arbeitgeber der Stadt. Mehr über die Seefahrt erfährt man in dem Orlogsmuseum am anderen Ende des Kanals. Die Anlage im Barock war als Waisenhaus gebaut, diente dann als Marinehospital und später als Gefängnis.

Wer schwindelfrei ist, sollte den Aufstieg auf den Turm der Vor Frelser Kirke nicht scheuen. Die letzten Stufen führen in 90 Metern Höhe luftig außen herum... Die Kirche beeindruckt im Inneren durch den großen Barockaltar, das Taufbecken aus weißem Marmor und die Elefanten, die die Orgel tragen. Ganz anders die Christians Kirke, die auf Wunsch der deutschen Gemeinde, gebaut wurde. Sie wurde als protestantische Kirche mit Logen errichtet. Über der Kanzel zeigten die Sanduhren die Zeiten der Predigt an.

Nach gut 400 Jahren zog Ende der 90 er Jahre die Marine von der Halbinsel Holmen ab, dem letzten Teil Christianshavn, der vom Militär benutzt war.

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Holmen

Sie hinterläßt einmalige Bauwerke aus der Mitte des 19 Jahrhunderts. In einigen davon hat die Film- und Theaterschule neue Räumlichkeiten erhalten. In der einstigen Schmiede wurde das Café Holmen installiert und die große Halle wird für Kunstausstellungen genutzt.

Die Kasernen nebenan wurden bereits in den 1960er Jahren geräumt. Damals nutzten einige Leute die Gelegenheit und besetzten das Gelände. Sie gründeten nach vielen Protesten den Freistaat Christiania, benannt nach dem liberalen König Christian IV. Das ist nun Geschichte und viel wurde darüber berichtet.

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