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Übrigens kommt man an dem hübschen Friesendorf nicht ohne weiteres vorbei. Man muss schon von der Hauptstraße abbiegen, wenn man ins "grüne Dorf" will. Das ist gut so. Für viele ist es eine Frage des Temperaments und der Philosophie, ob sie zum wildschäumenden Meer an Sylts Westseite oder zum stillen Watt im Osten gehen.


Blick auf das Watt

Wenn das Meer sich für eine paar Stunden zurückgezogen hat, erfasst einen eine schwer erklärbare, emotionale Mischung aus jodhaltiger Luft, den Signalrufen aufsteigender Vögel und diesem überwältigenden Gefühl von Freiheit, das in der Weite liegt. Dieses Watt schafft es immer wieder, Empfindungen von Gelassenheit und Frieden auszulösen. Mit nackten Zehen im glucksigen Sand läuft man und läuft, über den von Wasser und Wind geriffelten Boden, vorbei an sich wurmartig windenden Prielen, Würmern, Krebsen und Muscheln.

Wenn Kreislauf und Körper auf Touren gebracht sind, lockt eines der Cafés mit diesen sagenhaften Kalorienbomben namens Friesentorte mit Tee und Kandis. Wo ein solcher Kuchen gebacken wird, muss Frieden herrschen. Der Abend endet auf einer Bank am Rande des Keitumer Kliffs, wo man der Stille lauschen und in das Sternenmeer am Himmel starren kann. Auf dem Hindenburgdamm sieht man die roten Rückleuchten des Zuges der Unglücklichen, deren Tage auf Sylt gezählt sind.



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