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Und eine für hiesige Verhältnisse "große" Zeit soll es gegeben haben: Wir bringen eine gehörige Portion Phantasie auf, um uns vorzustellen, daß Cidade Velha durch den Handel mit Zuckerrohr und Sklaven einst ein florierender Hafenort war.

Auf dem großzügigen Dorfplatz unter Palmen fegt eine Mulattin mit einem grünem Kunststoffbesen sorgfältig um das Prunkstück des Ortes, den stattlichen Pranger, herum. Jahrhundertelang verschacherten an diesem Ort die Portugiesen afrikanische Sklaven vom Festland zu Höchstpreisen; bis 1878 die Sklaverei abgeschafft wurde.

Je weiter wir ins Inselinnere vordringen, desto mehr verliert sich der Wüsteneindruck. Die bizarren Szenerien der Serra de Malagueta und der Serra de António, die bei 1.400 Metern Höhe Gebirgscharakter annimmt, verscheuchen jeden Gedanken an Sahara und Wadis. Schroffe Felswände treffen auf wohlgeformte Gipfelspitzen und Hochplateaus. Die Landschaft nimmt oasenhafte Züge an. Kiefern, Fichten und Zypressen wechseln mit Terrassenwirtschaft, Zuckerrohrfeldern, Tabak- und Bananenplantagen ab, die sich zwischen den Hängen ausbreiten. Am Straßenrand kaufen wir Kokosnüsse, deren wässrige Milch herrlich erfrischt. Bald darauf gibt sich das knallblaue Meer die Ehre und führt nach Tarrafal.

Paradiesisch öffnet sich die nördlichste Bucht Santiagos. Sofort fühlen wir uns als moderne Robisons - am Horizont der weite Atlantik und der "liegende Elefant", wie die Einheimischen den Monte Graciosa mit seinem 650 Meter hohen Rücken nennen. Ein paar Holzhütten träumen unter Palmen. 

Ein paar bunte Boote pausieren am Strand von der Arbeit, während die Fischer ihre Netze versorgen. Das nagelneue Hotel "Tarrafal" am Strand versüßt dem Komfort gewöhnten Europäer den Aufenthalt.

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