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Die Begrüßung ist aufrichtig und offenherzig, wie die Kapverdier eben sind. Daß die Entdecker den Inseln 650 Kilometer vor der Küste des Senegal den Namen "Cabo Verde" ("Grünes Kap") gaben, muß aber damals schon ein Wunschtraum oder eine Fata Morgana gewesen sein. Auf keiner der Inseln mit wenig mehr als 4000 km² Landesfläche ist es ausgesprochen grün. Die fünfzehn Vulkanklumpen, die die Portugiesen ab 1456 bei ihren Eroberungstouren um Afrika zufällig fanden, liegen im Reich der Sahelzone. Wenn auch nur am äußersten Rand, aber es reicht, daß die Wolken sich nicht abregnen. Schon das Auftauchen von Nebelschwaden werde als "Regentag" verbucht, erklärt Tino, unser Begleiter für die Reise. Wirklichen Regen gibt es ohnehin nur zur Regenzeit, wenn er denn fällt.

In den letzten fünf Jahren blieb die Sonne Sieger. Ihre Strahlkraft erreicht mit einem Mittel von etwa zehn Stunden am Tag einen der weltweit höchsten Werte. Eine Freude für die Urlauber, eine Katastrophe für die Kapverdier. Kein Wasser - kein Brot, das ist ein Naturgesetz: Wir befinden uns in einem der ärmsten Länder der Welt. Doch die Kapverdier lieben ihre Heimat.

Zwischen Sand und Harmattan, dem trockenheißen Wüstenwind hat das Klima das Gesicht der Kapverden geprägt. Wüstenhaft zeigen sich die östlichen Inseln Sal, Boavista und Maio. Auf den Nordwestinseln São Vicente, Santo Antão und São Nicolau mischen sich Lavaberge mit saftlosen und grünen Abschnitten. Die Südinseln Santiago, Fogo und Brava mit ihren bizarren Berggipfeln setzen den wohl erstaunlichsten Kontrapunkt, der ihren vulkanischen Ursprung verrät. 

"Viele Touristen schätzen unsere Inseln wegen der enormen Kontraste und der Morabeza", meint Tino stolz. Morabeza ist das kapverdische Wort für Gastfreundschaft und große Herzen.

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